Rauchfreie Schule: Bildungsminister setzt auf Freiwilligkeit und Prävention
Der Ausstieg einer ganzen Schule kann nur gelingen, wenn die Betroffenen selbst Schritte zur Veränderung festlegen und alle Beteiligten in den Abstimmungsprozess, z.B. in Schulkonferenzen, einbezogen werden. Vorschriften, die nicht von allen mitgetragen werden und nicht kontrollierbar sind, verlagern ein Problem, lösen es aber nicht."
07.04.2006 Mecklenburg-Vorpommern Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-VorpommernDiese Argumente sprechen nach Meinung von Bildungsminister Prof. Dr. Dr. Hans-Robert Metelmann gegen ein generelles Rauchverbot in Schulen Mecklenburg-Vorpommerns, so wie es die CDU-Franktion auf der Landtagssitzung am 7. April 2006 beantragt hat. In seiner Landtagsrede machte der Bildungsminister dazu deutlich, dass insbesondere durch eine intensive Präventionsarbeit das Ziel der rauchfreien Schule erreicht werden kann.
Dazu wurde und wird viel in Mecklenburg-Vorpommern getan:
- So gibt es seit 2004 im Land einen für alle Schularten verbindlichen Rahmenplan für Gesundheiterziehung.
- Tabakprävention ist Thema des Fachunterrichts.
- Der Erlass zur Gesundheitserziehung, Sucht-, und Gewaltprävention an Schulen regelt das vorbeugende Aufklären in der Schule.
- Für Lehrerinnen und Lehrer gibt es entsprechende Fortbildungen. - Anti-Rauch-Projekte und -Programme werden gefördert.
Bekannte Programme an Schulen des Landes sind z.B.
- "Klasse 2000"
- Rauchen - nein danke",
- Be smart - don't start"
Solche Angebote werden zusammen mit den Gesundheitsämtern und Suchtberatungsstellen erarbeitet.
Durch gezielte Förderung von Schulprogrammen zu einer "Gesunden Schule" werden Wege freiwilliger Selbstverpflichtung zu einer rauchfreien Schule aufgezeigt. Als Beispiel sei das von der Bertelsmann-Stiftung initiierte Projekt "Anschub.de" genannt, das seit 2004 an 14 Schulen unseres Landes läuft.
Bildungs- und Sozialministerium haben gemeinsam mit anderen Partnern einen Aktionsplan zur "Rauchfreien Schule" und zur Förderung eines suchtfreien Lebens entwickelt.
"Schulen, die heute rauchfrei sind," so Minister Metelmann, "haben ihr Ziel freiwillig erreicht durch kontinuierliche Suchtprävention, durch die Vorbildwirkung der Lehrer und Eltern, durch ein selbst auferlegtes Rauchverbot und selbst ausgehandelte Sanktionen, die bei Verstoß gegen vereinbarte Regeln angewandt werden.
Schulkonferenzen müssen sich mit allen Partnern mit diesem Thema auseinandersetzen mit dem Ziel einer rauchfreinen, drogenfreien und gewaltfreien Schule. Das sollte Bestandteil von Schulprogrammen, Profilen bzw. Hausordungen sein."
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