Sachsen-Anhalt auf gutem Weg zum ganztägigen Lernen

Ganztagsschulen werden immer wichtiger für die Bildung in Sachsen-Anhalt. Das ist einer der zentralen Befunde des ersten landesweiten Ganztagsschulkongresses, der mit mehr als 400 Teilnehmenden am Mittwoch in Magdeburg stattfand. Ganztagsschulen sind demnach aus der Bildungslandschaft in Sachsen-Anhalt nicht mehr wegzudenken, ihre Zahl steigt kontinuierlich an. Gegenwärtig sind 32 % der öffentlichen Sekundarschulen, 20 % der öffentlichen Gymnasien, vier Grundschulen und die sechs öffentlichen Gesamtschulen Ganztagsschulen. Im Rahmen des Investitionsprogramms "Zukunft, Bildung und Betreuung" (IZBB) werden in Sachsen-Anhalt mittlerweile 60 Projekte an kommunalen Schulen und Schulen in freier Trägerschaft sowie darüber hinaus fünf Projekte im Bereich der Landesschulen gefördert. Mit den Projekten ist das Ziel einer möglichst hohen Qualität von ganztägiger Bildung und Betreuung verbunden.

18.03.2009 Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt

Gefördert werden in Sachsen-Anhalt vor allem Sekundarschulen, aber auch Grundschulen, Gymnasien und Förderschulen. Von den vom Bund zur Verfügung gestellten vier Milliarden Euro erhielt Sachsen-Anhalt rund 125 Millionen Euro. Davon sind bis zum 31.12.2008 bereits 96,8 % abgerufen worden. Die übrigen 3,2 % werden 2009 zur Auszahlung kommen. Die Förderperiode startete im Jahr 2003 und endet in diesem Jahr. Flankiert wird das IZBB vom Begleitprogramm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen." der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS), innerhalb dessen Schulen individuelle Beratung und Unterstützung bei ihrer qualitativen Weiterentwicklung erfahren. Jährlich findet dazu ein bundesweiter Kongress statt, der fester Bestandteil dieses Begleitprogramms der Stiftung ist.

In Sachsen-Anhalt findet ein Kongress zu Ganztagsschulen statt. Das Kultusministerium des Landes und die Regionalstelle der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) hatten eingeladen – ihr gemeinsames Motto: "Qualitätsentwicklung in Ganztagsschulen – Nichts passiert von allein! Bilanz – Austausch - Impulse".

Eine gute Ganztagsschule setzt sich aus vielen unterschiedlichen Aspekten zusammen: aus zeitgemäßen und kindgerechten Lehr- und Lernformen, aus einer pädagogisch begründeten neuen Zeitstruktur, aus der Beteiligung von Eltern, Kindern und Jugendlichen an der Gestaltung des Schulalltags, aus der Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen auch mit außerschulischen Bereichen und aus einem geschickten Personal- und Ressourcenmanagement. Durch eine gemeinsam getragene Qualitätsentwicklungsarbeit in diesen Bereichen kann eine Ganztagsschule entstehen, die den Bedürfnissen aller an der Schule Beteiligten entspricht.

"Die Schule soll fit für das Leben und den späteren Berufsweg machen. Eine fundierte Schulbildung, praxisnahes Wissen und ein erfolgreicher Schulabschluss sind dafür unerlässlich. Die Qualität der schulischen Arbeit der Ganztagschulen wird daran gemessen, wie es ihnen gelingt, diesen Anforderungen gerecht zu werden", erklärte der Ministerpräsident Prof. Dr. Wolfgang Böhmer.

"Jeder Schüler hat seine individuellen Stärken"", sagte Kultusminister Prof. Dr. Jan Hendrik Olbertz. "Gute Ganztagsschulen haben vielfältige Möglichkeiten, auf die unterschiedlichen Lernweisen und auch auf die unterschiedlichen Interessen und Neigungen der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Sie leisten einen hervorragenden Beitrag zur individuellen Förderung der Kinder und Jugendlichen und zur Stärkung der Chancengleichheit in unserem Bildungssystem."

So ist Dr. Heike Kahl, Geschäftsführerin der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, überzeugt: "In der Stiftung erfahren wir täglich, dass Schulentwicklung eine hohe Eigenmotivation der Lehrkräfte, aber auch der Partner von Schulen erfordert. Und in dieser Haltung des ´Wollens` brauchen sie genauso Unterstützung wie beim ´Können`. Die Regionale Serviceagentur für Ganztagsschulen bei der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung unterstützt sie in beidem".

Zum 1. landesweiten Ganztagsschulkongress:

Um das Thema "Qualitätsentwicklung an Ganztagsschulen. Nichts passiert von allein! Bilanz – Austausch – Impulse " ging es am 18.03.2009 im Büro- und Tagungs-Center Magdeburg. Der Kongress bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Vielzahl an Workshops und Vorträgen landes- und bundesweiter Experten. Diskussionsrunden zeigten gelungene Beispiele für Qualitätsentwicklung an Ganztagsschulen. Zusätzlich gab es eine Ausstellung, innerhalb derer 20 Ganztagsschulen aus Sachsen-Anhalt gelungene Praxis präsentierten. Insbesondere Eltern und Schulleiter waren mit diesem Kongress angesprochen sowie rund 50 Schülerinnen und Schüler, die aktiv das Kongressgeschehen mit gestalteten.

Zum Programm "Ideen für mehr! Ganztägig lernen.":

"Ideen für mehr! Ganztägig lernen." ist ein Programm der DKJS, gefördert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Europäischen Sozialfonds. Es dient der Beratung und Begleitung von Ganztagsschulen. Im Zentrum stehen Regionale Serviceagenturen in derzeit 15 Bundesländern. Sie betreuen Ganztagsschulen vor Ort und tragen den länderspezifischen Schwerpunkten und Fragestellungen bei der Ganztagsschulentwicklung Rechnung. Zum Begleitprogramm gehören unter anderem eine umfassende Publikationsreihe, Werkstätten, die zu besonderen Themen arbeiten, ein jährlicher Wettbewerb sowie ein ausführliches Internetportal.

Das detaillierte Kongressprogramm und weitere Informationen finden Sie unter:

www.ganztaegig-lernen.de oder unter www.sachsen-anhalt.ganztaegig-lernen.de

Kontakt: Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Regionalstelle Sachsen-Anhalt
Sylvia Ruge, Deutsche Kinder- und Jugendstiftung Regionalstelle Sachsen-Anhalt Edithawinkel 2, 39108 Magdeburg, Tel.: 0391 56 28 77-17 / 0173-64 95 557, / www.dkjs.de / www.ganztaegig-lernen.de

Kontakt: Kultusministerium
Kathrain Graubaum, Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, Pressestelle, Turmschanzenstraße 32, 39114 Magdeburg, Tel.: 0391 567-3638,

Kontakt: Staatskanzlei
Knut Wachsmann, Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt, -Presseamt-, Hegelstraße 42, 39104 Magdeburg, Tel.: 0391 567-6516,


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