"Schrecklichstes Ereignis, das eine Schulfamilie erleiden kann - tiefes Mitgefühl für Opfer und deren Familien"

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat nach einem Besuch vor Ort und Gesprächen mit den Lehrkräften und einigen Schülern des Gymnasiums Carolinum folgende Erklärung abgegeben.

17.09.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

  1. Ich empfinde tiefes Mitgefühl für die Opfer des Amoklaufs und deren Familien und hoffe, dass sie wieder völlig gesunden.

  2. Der Amoklauf am Gymnasium Carolinum in Ansbach ist für die bayerischen Schulen ein schreckliches Ereignis mit gravierenden Auswirkungen.

  3. Es gab eine rasche und überlegte Handlung aus der Mitte der Schule, so dass rasch Alarm gegeben und die Evakuierung der Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte reibungslos erfolgen konnte.

  4. Ich verneige mich mit großem Respekt vor der Schulfamilie für ihr enormes Engagement.

  5. 2002 wurde auch am Carolinum auf Aufforderung des Kultusministeriums ein Sicherheitskonzept erstellt. Dies wurde erst vor nicht allzu langer Zeit - als Folge einer Aufforderung des Kultusministeriums nach dem Vorfall von Winnenden - mit Polizei und Sachaufwandsträger überarbeitet.

  6. Wir werden alles tun, um die Schulfamilie bei der Bewältigung der traumatischen Erfahrungen zu begleiten. Wir haben aus Nürnberg ein Kriseninterventions- und -bewältigungsteam von Schulpsychologen zur Hilfe nach Ansbach entsandt.

  7. Am morgigen Freitag habe ich - als Konsequenz aus dem Vorfall von Solln am Sonntag - im Kultusministerium eine Fachrunde zu Stand und Umsetzung der Strategie und Maßnahmenkonfiguration der Gewalt- und Medienprävention und der Sicherheitskonzepte angesetzt.

  8. Eine Schule ist kein Hochsicherheitstrakt; aber hohe Aufmerksamkeit und Sorgfalt bei Beobachtungen, wer sich auf dem Schulgelände aufhält, ist gefragt. Ein Stück weit konnte auch in Ansbach, bei aller schrecklicher Dimension der Ereignisse, eine Ausweitung der schlimmen Folgen verhindert werden.

  9. Ich danke allen Kräften wie Polizei, Rettungskräften, Kriseninterventionskräften, der Lehrerschaft, der Stadt Ansbach und der Arbeitsagentur Ansbach, die mitgeholfen haben und mithelfen, dass diese schreckliche Situation für die Schulefamilie überwunden werden kann.


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