Brandenburg

Schüler-Bafög wird auf 100 Euro für alle aufgestockt

Bildungsministerin Martina Münch begrüßt die geplante Aufstockung des Schüler-Bafögs für Jugendliche aus einkommensschwachen Familien auf dem Weg zum Studium.

22.01.2014 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Der Landtag hat heute beschlossen, dass künftig alle anspruchsberechtigten Schülerinnen und Schüler einheitlich 100 Euro monatlich bekommen sollen. "Damit wird eine Empfehlung der wissenschaftlichen Evaluation der Fachhochschule Wildau umgesetzt", so Münch. "Die Evaluation hat gezeigt, dass das bundesweit einmalige Schüler-Bafög im Land Brandenburg sich bewährt hat. Ich freue mich, dass das brandenburgische Schüler-Bafög gut ankommt: Unser Ziel ist es, Jugendliche aus einkommensschwachen Familien bei einem längeren Bildungsweg finanziell zu unterstützen. Die große Mehrheit der Befragten kann sich vorstellen, eine höhere Qualifizierung, wie etwa ein Studium, in Angriff zu nehmen - genau das wollen wir erreichen."

Das Land unterstützt auf der Grundlage des Brandenburgischen Ausbildungsförderungsgesetzes (BbgAföG) seit dem Schuljahr 2010/11 Jugendliche aus einkommensschwachen Familien mit dieser Leistung. Im vergangenen Schuljahr konnten mehr als 2.300 Familien davon profitieren. 2.242 Schülerinnen und Schüler erhielten monatlich 100 Euro, weitere 59 monatlich 50 Euro. Diese Förderung wird nicht auf andere Sozialleistungen angerechnet und ist damit eine zusätzliche Unterstützung der Jugendlichen für ihre Ausbildung.

Die Schülerinnen und Schüler bewerteten diese Zuwendung als besonders hilfreiche Unterstützung. Mit 50,6 Prozent bestätigten mehr als die Hälfte der Befragten, dass sie nur mithilfe der Förderung eine Ausbildung absolvieren konnten beziehungsweise durch die Unterstützung die Rahmenbedingungen dafür deutlich vereinfacht wurden. Drei Viertel der Teilnehmer erklärten, ihr Interesse an weiteren Bildungsangeboten - wie etwa einem Studium - sei durch das Schüler-Bafög geweckt worden.

Die Brandenburgische Ausbildungsförderung wurde im Schuljahr 2010/11 mit dem Ziel eingeführt, Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien den Abschluss eines zur (Fach-)Hochschulreife führenden, schulischen Bildungsganges besser zu ermöglichen. Anspruch auf diese Förderung haben Schülerinnen und Schüler, die die gymnasiale Oberstufe oder einen zweijährigen Bildungsgang zum Erwerb der Fachhochschulreife in Vollzeitform besuchen wollen. Je nach Voraussetzung erhalten sie einen monatlichen Zuschuss in Höhe von 50 oder 100 Euro, künftig alle einheitlich 100 Euro. Ein Förderanspruch besteht, wenn in einem Haushalt mit einem Kind unter 18 Jahren das monatliche Nettoeinkommen nicht höher als ca. 2.000 Euro oder in einem Haushalt mit zwei Kindern unter 18 Jahren nicht höher als ca. 2.500 Euro liegt.

Weitere Informationen zur Ausbildungsförderung unter: www.mbjs.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.213762.de


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