Schülerangriffe in Namborn: "Umfassende Aufklärung über Betreuungssituation im Jamaika-Ganztagsschulmodell"
Die SPD-Landtagsfraktion verlangt eine umfassende Aufklärung über die Schülerangriffe in Namborn. Wie saarländische Medien berichten, sollen gestern zwei Jugendliche einen Klassenraum in der Erweiterten Realschule in Namborn gestürmt und zwei Schüler verletzt haben. Den Berichten zufolge machten die Schüler ihre Hausaufgaben ohne Betreuungspersonal.
20.05.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei DeutschlandsIn Zusammenhang mit diesem gravierenden Ereignis, bei dem nicht nur zwei Schüler verletzt, sondern auch die zu Hilfe eilende Reinigungsfrau attackiert wurden, stellen sich eine Reihe von Fragen:
- Sind die Schüler während der Hausaufgabenzeit sich selbst überlassen?
- Wieso fehlte im Rahmen der Nachmittagsbetreuung eine Aufsicht?
- Wie viel Betreuungspersonal ist für welche Anzahl von Schülern zuständig?
Der bildungspolitische Sprecher und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Landtagsfraktion Ulrich Commerçon dazu: "Dieser Vorfall zeigt, dass das System der Nachmittagsangebote der Jamaika-Koalition mit großen Mängeln behaftet ist. Die SPD kritisiert seit langem diese ´Billigschule´ der Landesregierung und fordert stattdessen ein flächendeckendes auswahlfähiges Angebot gebundener, also echter Ganztagsschulen. Dass sich das missratene Ganztagschulmodell nun auch unter dem Sicherheitsaspekt als mangelhaft erweist, ist erschreckend."
Die SPD-Landtagsfraktion verlangt Aufklärung durch Bildungsminister Klaus Kessler und beantragt daher eine ausführliche Berichterstattung über diesen und gegebenfalls ähnliche Fälle im kommenden Bildungsausschuss des Landtages.
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