Bayern

"Schulbudget bleibt in der Verantwortung der Gymnasien"

Ein zentrales Anliegen für Schulen und Kultusministerium ist es, den Unterricht sicherzustellen. Die Instrumente, die diesem Ziel dienen, sind je nach Schulart verschieden.

06.03.2012 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Für die Gymnasien zählen dazu u. a. die in diesem Schuljahr erstmals eingeführten mobilen Reserven in Form von ausgebildeten Lehrkräften. Ebenso die Möglichkeit für die Schulleitungen, im Bedarfsfall bezahlte Mehrarbeit von einzelnen Lehrkräften anordnen zu können, Teilzeiterhöhungen, zugewiesene Aushilfsmittel und die Mittel zur eigenen Bewirtschaftung. Erst jüngst hatte die Abteilung Gymnasien des Kultusministeriums ein Schreiben mit Leitlinien zur Vermeidung von Unterrichtsausfall an die Gymnasien heraus gegeben, das die Praxis an einzelnen Schulen mit einbezog.

Mittel zur eigenen Bewirtschaftung sichern Unterricht

Die Mittel zur eigenen Bewirtschaftung , die sich im laufenden Schuljahr je nach Schulgröße zwischen 20.000 und 40.000 Euro belaufen, waren den Gymnasien erstmals im Schuljahr 2007/2008 zur Verfügung gestellt worden, um Unterrichtsausfall zu vermeiden. In der Folgezeit erhielten die Gymnasien größere Freiräume, die Mittel einzusetzen, ohne das Ziel der Unterrichtsversorgung aus dem Auge zu verlieren.

Bis heute wenden die Gymnasien im Landesdurchschnitt rund zwei Drittel dieser Mittel auf, um Unterrichtsausfall zu vermeiden. Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle hat aber bei verschiedenen Anlässen darauf hingewiesen, dass die Schulleitung für den Einsatz der Mittel zur eigenen Bewirtschaftung die Verantwortung trägt. Er hat darum gebeten, dass bei der Verwendung dieser Mittel das Ziel - wie es ja auch bei der großen Mehrzahl der Gymnasien praktiziert wird - weiter beachtet wird.

Minister Spaenle stellte noch einmal klar: "Die Entscheidung, wie die Mittel zur eigenen Bewirtschaftung verwendet werden, liegt in der Verantwortung der Schulleitungen."

Zusätzliche Mittel zur Sicherung des Unterrichts - Ausbau der mobilen Reserve

Das Kultusministerium hat selbst seine Anstrengungen verstärkt, den Unterricht sicherzustellen und etwa für die Gymnasien im neuen Jahr zusätzlich 4,5 Millionen Euro zur Sicherung des Unterrichts bereit gestellt.

Ab dem kommenden Schuljahr beabsichtigt Bayerns Kultusminister Spaenle die mobilen Reserven an Grund- und Mittelschulen sowie den Gymnasien weiter aufzustocken und mobile Reserven für die Realschulen sowie die Berufliche Oberschule einzuführen. Einen entsprechenden Antrag zum Nachtragshaushalt hatte der Kultusminister gestellt. Es geht dabei um einen insgesamt dreistelligen Betrag an Lehrerstellen.

"Gemeinsam wollen wir es erreichen, dass möglichst wenig Unterrichtsstunden an unseren Schulen ausfallen, damit unsere Schülerinnen und Schüler entsprechend gefördert werden können", so der Minister abschließend. Es gehe nicht darum, den Lehrkräften zusätzliche Arbeit zu übertragen.


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