Saarland

Schulbücher: SPD fordert Ende des bürokratischen Wahnsinns

Die SPD-Landtagsfraktion fordert die Landesregierung auf, den Bürokratismus rund um die Schulbuchausleihe an saarländischen Schulen zu beenden. "Was sich da abspielt, ist nicht mehr zu beschreiben. Der Wahnsinn muss beendet werden", kritisiert der bildungspolitische Sprecher Ulrich Commerçon die chaotischen Zustände rund um die beitragspflichtige Schulbuchausleihe im Saarland.

14.09.2010 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei Deutschlands

Wochen nach Schulbeginn hätten Schulkinder aus unterschiedlichsten Gründen immer noch keine Schulbücher. "Das unausgegorene Konzept führt zu unhaltbaren Zuständen: Die Schulträger müssen sich an Verordnungen halten, und dürften Bücher ohne Gebührenentrichtung nicht herausgeben. Die Lehrer werden mit Mehr-Arbeit belastet, indem sie den Kindern wenigstens Buch-Kopien für den Unterricht zur Verfügung stellten und die Kinder sind die Leidtragenden."

Seit Einführung des Modells im Saarland kritisiert die SPD die Umsetzung der Schulbuchausleihe und ihre Finanzierung. "Die saarländische Variante baut eher soziale Barrieren auf statt ab – wie nun der Schulalltag zeigt. Die wackelige Finanzierung führte im April gar dazu, dass Bildungsminister Kessler im Rahmen der Haushaltsberatung zur Gegenfinanzierung der Schulbuchausleihe 10 Lehrerstellen im Grundschulbereich gestrichen hatte."

Die SPD bleibe dabei, dass echte Lernmittelfreiheit die beste Lösung ist. "Schluss mit der Flickschusterei", fordert daher Commerçon.


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden