"Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage"
"Bei Fraenkel-Tieloh-Krause ist die Welt zu Hause – Wir leben Integration." Unter diesem Motto feierte die Stadtteilschule Barmbek heute ihr einjähriges Bestehen. Zugleich erhielt sie von dem bundesweiten Verein Aktion Courage den Titel "Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage". Bildungssenatorin Christa Goetsch, die ehemalige Schülerin der Fraenkelstraße und Box-Weltmeisterin Susianna Kentikian und Fußball-Jugendnationalspieler Tunay Torun sowie zahlreiche Unternehmen bis hin zur Hamburg Port Authority feierten mit der Schule ein buntes Fest.
12.11.2010 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)Bildungssenatorin Christa Goetsch: "Ich gratuliere der Stadtteilschule Barmbek zu dieser besonderen Auszeichnung und ihrem ersten Geburtstag von ganzem Herzen. Hier ist Integration sichtbar – überall und Tag für Tag. Die Schule schafft eine Kultur, die keinen und keine ausgrenzt, sondern alle willkommen heißt und in ihrer Verschiedenheit anerkennt."
Die Stadtteilschule Barmbek
1160 Schülerinnen und Schüler aus 57 Nationen leben und lernen an der neuen Stadtteilschule Barmbek. Rund 120 von ihnen machen jedes Jahr in einer der größten Profiloberstufen der Stadt ihr Abitur. Die Stadtteilschule Barmbek ist ein Zusammenschluss der ehemaligen Haupt- und Realschulen Fraenkelstraße und Tieloh mit dem ehemaligen Aufbaugymnasium Emil-Krause. Nur zwei Wochen nach dem Deputationsbeschluss zur neuen Schulstruktur in Hamburg feierten diese drei Schulen am 9. Dezember 2009 die Gründung der Stadtteilschule Barmbek und damit die erste Hamburger Stadtteilschule.
Die Sekundarstufe I (Klasse 5 – 10) wird an den Standorten Fraenkelstraße und Tieloh und die dreistufige Sekundarstufe II (Klasse 11 – 13) am Standort Krausestraße geführt. Ziel der Schule ist die Entwicklung und Umsetzung eines abgestimmten Konzepts für Bildung, Erziehung, Betreuung, Förderung, Berufsorientierung und Integration, um jede Schülerin und jeden Schüler zum individuell höchst möglichen Abschluss zu führen. Alle drei Standorte sind ausgezeichnet durch das Siegel "Schule mit vorbildlicher Berufsorientierung" und verfügen über ein umfangreiches Netzwerk mit Partnern aus Wirtschaft, Sport, Kultur und Jugendhilfe. Dabei haben die drei Standorte unterschiedliche Schwerpunkte.
Profile: Am Tieloh ist die mehrfach ausgezeichnete Schüler-Fahrradfirma "Tieloh Bike" fest und umfangreich in den Stundenplan integriert. Sie wird hamburgweit unterstützt, z.B. durch die ZEIT-Stiftung. Die
Fraenkelstraße bildet als erste vollgebundene Barmbeker Ganztagsschule Profilschwerpunkte im Theaterspiel und Schach. 120 Kinder werden von zwei Theaterpädagogen in sechs verschiedenen Gruppen unterrichtet. Als Hamburger Schulschachzentrum richtet die Fraenkelstraße im Jahr 2011 die Deutsche Schulschachmeisterschaft aus.
Das Aufbaugymnasium Emil-Krause bringt Oberstufenerfahrung aus über 40 Jahren ein. Die Studienstufe bietet sechs Profile an: In den Naturwissenschaften Physik, Biologie und in den Gesellschaftswissenschaften Geschichte und Politik/Gesellschaft/Wirtschaft. Dazu kommen Kunst und Sport. Das Physik-Profil mit dem Titel "Hamburg am Wasser" ist am 11. November 2010 wegen seiner besonderen pädagogischen Konzeption der Praxis- und Berufsorientierung mit dem von der Hamburger Sparkasse und dem Hamburger Abendblatt gestifteten "Hamburger Bildungspreis" ausgezeichnet worden. Einen besonderen Schwerpunkt der Arbeit am Standort Emil-Krause bildet der Klimaschutz mit einem eigenen Solarbrunnen. Die Stadtteilschule Barmbek hat einen Klimaschutzplan entwickelt und ist Pilotschule des Projekts "Klimaschutz an Hamburger Schulen".
Die neue Schulform Stadtteilschule
Die Stadtteilschule ist die zweite weiterführende Schulform neben dem Gymnasium. Sie bietet alle Schulabschlüsse an: den Ersten Bildungsabschluss (bisher Hauptschulabschluss), den Mittleren Bildungsabschluss (bisher Realschulabschluss) und das Abitur. Leistungsstärkere und -schwächere lernen hier gemeinsam und miteinander. Basis dafür ist eine individuelle Förderung, bei der jedes Kind so unterrichtet wird, wie es seinen Begabungen und Leistungsmöglichkeiten entspricht. Das Abitur legen die Jugendlichen in Jahrgangsstufe 13 ab und haben damit ein Jahr mehr Zeit. Im Gegensatz zum Gymnasium, werden Kinder mit geringeren Leistungen nach der Jahrgangsstufe 6 nicht abgeschult, sondern gezielt gefördert. Um der größeren Vielfalt der Schülerschaft gerecht werden zu können, sind die Klassen kleiner als am Gymnasium.
Keine Kommentare vorhanden