Schulen erhalten Gütesiegel für vorbildhafte Berufsvorbereitung von Jugendlichen

Erstmalig zeichnet das Hessische Kultusministerium am Dienstag, den 11. September 2007, Schulen, die ihren Schülerinnen und Schülern regelmäßig einen wöchentlichen Praxistag anbieten, mit einem Qualitätssiegel aus.

11.09.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen

"Schule hat heute mehr denn je zu einem wesentlichen Teil die Aufgabe, junge Menschen auf das berufliche Leben vorzubereiten. Gerade in Zeiten einer schwierigen Ausbildungsmarktlage rückt dieser Auftrag besonders in den Vordergrund. Schülerinnen und Schülern muss die Chance gegeben werden, frühzeitig mehr Berufspraxis zu sammeln und einen engeren Kontakt zur Berufs- und Arbeitswelt zu knüpfen. Aus diesem Grund ist es vorbildhaft, regelmäßige Praxistage in Betrieben anzubieten. Neben dem Erfolgsprojekt " SchuB" ist dies ein weiterer Ansatz, um den wichtigen Übergang von der Schule in den Beruf zu fördern", erklärte Kultusministerin Karin Wolff. Zugleich bedanke sie sich bei allen teilnehmenden Betrieben für die gute Zusammenarbeit, die ein Erfolgsprojekt erst Wirklichkeit werden lasse.

Kontinuierliche Praxistage, bei denen Schülerinnen und Schüler  meist der neunten Jahrgangsstufe  einen Tag in der Woche einen Betrieb besuchen, sind inzwischen an 39 hessischen Schulen, die Schülerinnen und Schüler zum Hauptschulabschluss führen, ein wesentliches Element der Berufsvorbereitung geworden. Durch den Ausbau praxisnaher Berufsvorbereitung leisten sie einen nachhaltigen Beitrag zur Verbesserung der Berufschancen von Schülerinnen und Schülern mit Hauptschulabschluss. Mit der Verleihung des Qualitätssiegels werden diese Schulen für ihre hervorragende Arbeit bei Planung und Durchführung kontinuierlicher Praxistage ausgezeichnet.

Als ein besonderer Erfolg des Projekts wird gewertet, dass vielen Schülerinnen und Schülern schon während des Schuljahres ein Ausbildungsplatz zugesichert oder durch Weiterempfehlung des Betriebes eine Lehrstelle angeboten wurde.

Hintergrund

Die "Kontinuierlichen Praxistage" in Hessen sind aus dem Programm "Schule-Wirtschaft-Arbeitswelt" (SWA) hervorgegangen, welches im Spätsommer 1999 als eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung startete. Im Rahmen dieser Initiative wurden Modelle kooperativer Übergangshilfen von der Schule in die Arbeitswelt gefördert, darunter auch das Projekt "Förderung der Berufswahlreife von Hauptschülerinnen und Hauptschülern sowie Sonderschülerinnen und Sonderschülern durch kontinuierliche Praxistage in Betrieben".

Schulen mit dem Qualitätssiegel "Schulen mit kontinuierlichem Praxistag":

Ahnatalschule Vellmar, Vellmar

Albert-Einstein-Schule , Langen

Albert-Schweitzer-Schule , Neuhof

Anne-Frank-Schule, Gersfeld

Carl-Schomburg-Schule, Kassel

Dahrsbergschule , Seeheim-Jugenheim

Eduard-Flanagan-Schule , Babenhausen

Erich-Girolstein-Schule , Wetzlar

Erich-Kästner-Schule , Maintal

Fuldatal-Schule , Melsungen

Georg-Büchner-Schule , Dreieich

Georg-Kerschensteiner Schule, Wettenberg

Gesamtschule Gedern , Gedern

Gesamtschule Geistal , Bad Hersfeld

Gesamtschule Kaufungen , Kaufungen

Hallgarten-Schule-Frankfurt , Frankfurt

Heinrich-Böll-Schule , Hattersheim

Heinrich-Heine-Schule, Dreieich

Helmut-von-Bracken-Schule , Gießen

Herderschule , Darmstadt

Hermann-Ehlers-Schule, Wiesbaden

Hermann-Hesse-Schule, Obertshausen

Joh.-Christian-Senckenberg-Schule, Runkel

Konrad-Lorenz-Schule, Usingen

Kopernikusschule , Freigericht

Limesschule Altenstadt , Altenstadt

Lindenschule , Linden

Marie-Durand-Schule , Bad Karlshafen

Offene Schule Waldau , Kassel

Philipp-Reis-Schule , Friedrichsdorf/Ts.

Schillerschule , Offenbach

Schuldorf Bergstr. , Seeheim-Jugenheim

Stadtteilschule Arheiligen , Darmstadt

Taunusschule , Bad Camberg

Tümpelgarten-Schule , Hanau

Wallschule , Frankfurt ,

Weißfrauenschule , Frankfurt

Werner-v-Siemens-Schule , Maintal

Wilhelm-Heinrich-von-Riehl-Schule , Wiesbaden


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