Hamburg

Schwimmen in der Grundschule wirkt

Wie gut können Hamburgs Schülerinnen und Schüler am Ende ihrer Grundschulzeit schwimmen? Um diese Frage zu beantworten, wurden die Ergebnisse von 11.665 Grundschulkindern für den Zeitraum des Schuljahres 2012/13 zusammengetragen und ausgewertet.

30.04.2014 Pressemeldung Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB)

Die Zahlen zeigen: Am Ende der 4. Klasse hatten 81,3% der Kinder ein Schwimmabzeichen erlangt – entweder das "Seepferdchen" (3.413, 29,3%), das Jugendschwimmabzeichen "Bronze" (2.997, 25,7%), das Jugendschwimmabzeichen "Silber" (2.548, 21,8%) oder sogar das Jugendschwimmabzeichen "Gold" (524, 4,5%).

Die Tatsache, dass 42,2% der Kinder ohne Vorkenntnisse in den Schulschwimmunterricht gekommen waren, zeigt aber auch: Schwimmen in der Grundschule wirkt!

Behördensprecher Thomas Bressau: "Dennoch sind die Ergebnisse noch nicht gut genug. Sie zeigen, wie wichtig die Umstellung auf das neue Schulschwimmkonzept ist, das mit breiter Zustimmung von SPD, CDU und FDP beschlossen wurde und zum kommenden Schuljahr 2014/15 in Kraft tritt."

Das neue Schulschwimmkonzept

Das optimierte Konzept sieht im Vergleich zur derzeitigen Regelung folgende Änderungen vor:

  • Der Schwimmunterricht wird in der Grundschulzeit konzentriert und findet künftig in einem Halbjahr in Jahrgang 3 und einem Halbjahr in Jahrgang 4 statt. Bisher findet der Schwimmunterricht in je einem Halbjahr in Jahrgang 3 oder 4 und in Jahrgang 6 statt.
  • Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler im Schwimmunterricht wird durch die Erhöhung des Schwimmlehrpersonals verbessert. Zukünftig erhalten alle Klassen den verbesserten Betreuungsschlüssel von drei Schwimmlehrern pro zwei Schulklassen. Bislang galt in Jahrgang 6 ein Betreuungsschlüssel von einem Schwimmlehrer pro Schulklasse.
  • Für Schülerinnen und Schüler mit schwachen Schwimmleistungen und hoher Wasserängstlichkeit wird eine zusätzliche Schwimmförderung bereitgestellt. Der gemeinnützige Verein NestWerk e.V. und die Schulbehörde haben dazu ihre Zusammenarbeit in dem Projekt "Wasser entdecken" intensiviert. Das Projekt bietet insgesamt rund 600 Kindern pro Jahr die Möglichkeit, nach der Schulzeit unter fachlicher Anleitung schwimmen zu lernen.
  • Neuzugezogene Schülerinnen und Schüler, die die Sekundarstufe I besuchen und nicht schwimmen können, erhalten zusätzlich zum Sportunterricht eine Schwimmförderung.

Klare Zielvereinbarungen

Mit der Optimierung des Schulschwimmens sollen die bislang nicht erreichten Ziele des Schwimmunterrichts am Ende der Grundschulzeit erreicht werden. So sollen die Schülerinnen und Schüler am Ende des Schwimmunterrichts in der Grundschule nach Möglichkeit das Jugendschwimmabzeichen Bronze erreicht haben. Mindestens sollen jedoch folgende Ergebnisse erzielt werden:

  • mindestens 95 Prozent der Schüler/innen sollen die Schwimmprüfung "Seepferdchen" absolviert haben; davon
  • sollen mindestens 70 Prozent der Schüler/innen die Bedingungen des Jugendschwimmabzeichens "Bronze" erfüllen; davon
  • sollen mehr als 5 Prozent zusätzlich das Jugendschwimmabzeichen "Silber" erworben haben.

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