"So wird die Bayerische Hauptschule die Schule für Wirtschaft, Technik und soziale Berufe"

"Wir stärken die Hauptschulen und entwickeln sie weiter, damit Schülerinnen und Schüler mit praktischen Begabungen in Bayern noch bessere Chancen haben", so Staatssekretär Bernd Sibler heute am Regensburger Hauptschulkongress.

10.10.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Weiterentwicklung der Hauptschule bezieht sich auf mehrere Bereiche. So soll gerade der verstärkte Praxisbezug und die frühzeitige Berufsorientierung den jungen Menschen helfen, einen guten Einstieg in das Berufsleben zu finden. "Wir möchten, dass alle Jugendlichen mit einem Schulabschluss die Schule verlassen. Und die Zahlen sprechen für unsere Anstrengungen: Innerhalb der letzten 7 Jahre konnte der Anteil der Schüler, die ohne Abschluss die Schule verlassen, von 12,3 % auf nur mehr 7,0 % gesenkt werden", stellte Bernd Sibler fest. Wichtig für die verbesserten Chancen der jungen Menschen im Arbeitsleben sei die gute Kooperation der Bayerischen Wirtschaft mit Bayerns Hauptschulen. "Die Schülerinnen und Schüler können durch Praktika die Berufe tatsächlich kennen lernen, bevor sie sich um eine Ausbildung bewerben. So werden Neigungen entdeckt und Berufswünsche konkretisiert", lobte Sibler das Engagement der Betriebe - aber auch der Hauptschulen.

Weiterer Schwerpunkt der Hauptschulinitiative, die vor zwei Jahren ins Leben gerufen wurde und seitdem für deutliche Verbesserungen an den Hauptschulen gesorgt hat, ist der Ausbau der Ganztagsschulen. "Allein in diesem Schuljahr haben wir 177 neue Ganztagszüge eingerichtet, so dass nun an etwa einem Drittel aller Hauptschulen gebundene Ganztagsangebote zur Verfügung stehen", so der Staatssekretär. Gerade in Ganztagsklassen sei es möglich, Wissen und Können, aber auch Selbst- und Sozialkompetenzen vertieft zu erwerben. "Wir möchten unseren Schülerinnen und Schülern auf sie zugeschnittene Lernangebote machen. Mit diesem Ziel haben wir auch im laufenden Schuljahr den Schulversuch "Modulare Förderung" gestartet", ergänzte Bernd Sibler die Maßnahmen zur verstärkten individuellen Förderung. Ziel der Modularisierung sei es, Kinder und Jugendliche ihren Anlagen und Talenten gemäß bestmöglich zu fördern.


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