Sommerschule 2009 - Für den Frieden in der Welt

Zum dritten Mal bot das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur das Förderprogramm *Lernen in der Sommerschule * Migrantenkinder lernen in den Ferien Deutsch* an. Nach der offiziellen Eröffnung am 13. Juli, fand nun zum Abschluss der Sommerschule 2009 am heutigen Freitag, 24. Juli 2009, in den Sälen des Kultusministeriums, eine gemeinsame Theateraufführung der teilnehmenden Kinder statt.

24.07.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Ziel der dreiwöchigen Sommerschule ist es, Migrantenkinder und insbesondere auch Seiteneinsteiger (Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen fünf bis sieben) mit geringen Deutschkenntnissen zu Beginn der Sommerferien drei Wochen lang intensiv in der Deutschen Sprache zu fördern. Die täglichen Lernzeiten dauern von 9 bis 16 Uhr. Denn gerade die Ferien bieten eine gute Möglichkeit, besser Deutsch sprechen und schreiben zu lernen. Die Sommerschule soll darüber hinaus mithelfen, interkulturelle und soziale Kontakte zu knüpfen, Gemeinschaft und Verständnis zu schaffen. Ein Mehr an Selbstsicherheit, Selbstbewusstsein und Lernfreude wird gefördert.

In diesem Jahr machten mit:

  • Erweiterte Realschule Homburg II
  • Gesamtschule/Erweiterte Realschule Saarbrücken-Ludwigspark
  • Erweiterte Realschulen I und II Völklingen
  • Erweiterte Realschulen I und II Saarlouis
  • Erweiterte Realschule Merzig

Unter dem Motto "Für den Frieden in der Welt" bieten qualifizierte Fachlehrkräfte, Werkstättenleiter des Theaters Überzwerg und ausgebildete Betreuer/innen den insgesamt 100 Kindern an den fünf Standorten ein abwechslungsreiches Programm an, bei dem lebensweltorientierter Sprachunterricht und sprachbezogene Kreativitätswerkstätten (Theater, Kunst, Rhythmus, Tanz, Bewegung, Exkursionen) eng aufeinander abgestimmt sind.

Höhepunkt und Abschluss der Sommerschule ist eine gemeinsame Theateraufführung aller 100 Kinder am 24.7.2009, um 15 Uhr im Kultusministerium. Dort werden die Kinder ihren Eltern und Freunden präsentieren, was sie gelernt haben. Das Fördervolumen beträgt 60.000 Euro. Partner der Sommerschule sind das Deutsche Rote Kreuz und die Robert-Bosch-Stiftung.

Der systematisch strukturierte Sprachunterricht Deutsch als Fremdsprache wird in alltäglichen Situationen erlebbar gemacht und verankert. Kreativitätswerkstätten runden das Programm ab. Die Mischung aus Unterricht, Tanz/Rhythmus und Theaterspiel sowie sprachbezogener Freizeitgestaltung (Exkursion) ist Neuland.

Ein wichtiger Bestandteil der Sommerschule ist die Einbeziehung der Eltern mit Migrationshintergrund. Dies geschieht bei Exkursionen, Tagen der offenen Tür, der Teilnahme am Unterricht und/oder beim Theaterspielen und gewährleistet, dass die Kinder permanent anwesend sind.


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