Sonderinvestitionsprogramm bedeutet einen Schub für den Ausbau von Ganztagsangeboten

"Eines der Handlungsfelder, das wir in 2009 mit Nachdruck angehen werden, ist der Ausbau von Ganztagsschulen. Wenn wir Schule von einem Lernraum zu einem Lebensraum für Kinder und Jugendliche entwickeln wollen, müssen wir weg vom immer noch typisch deutschen Schulvormittag, der gegen 13.00 Uhr endet. Mit der Ganztagsschule können wir einer immer heterogener werdenden Schülerschaft bessere und andere Lernerfahrungen sowie eine andere Form des Miteinander in der Schulgemeinschaft bieten. Damit verbindet sich auch mehr Chancengleichheit für alle Kinder. Daher werden wir künftig nicht nur mehr sondern auch neue Formen ganztägiger Angebote fördern. Etwa ¼ der für 2009 vorgesehenen zusätzlichen 1.000 Stellen sollen den Schulen für den Ausbau ihrer ganztägigen Angebote zugute kommen. Dabei denke ich, dass es sinnvoll ist, den Schulen vor allem den finanziellen Gegenwert der Stellen zur Verfügung zu stellen, denn diese wissen am besten, was sie vor Ort für ihre pädagogischen Angebote benötigen. Dazu kommt das Sonderinvestitionsprogramm der Landesregierung zur Modernisierung, Sanierung und für den Neubau von Schulen und Hochschulen, das die feste Absicht der Landesregierung unterstreicht, bis 2015 ein flächendeckendes Angebot an Ganztagsschulen anzubieten. Ich bin optimistisch, dass der Ausbau ganztägiger Angebote mit beidem einen deutlichen Schub bekommt", erklärte Staatsminister Jürgen Banzer.

18.12.2008 Hessen Pressemeldung Hessisches Kultusministerium

Das Sonderinvestitionsprogramm, das die Landesregierung diese Woche vorgestellt habe, unterstütze das Engagement der Schulträger, auch das der Ersatzschulen, unter anderem beim Ausbau von Ganztagsschulen. 1,2 Mrd Euro stünden zur Verfügung. Den größten Teil der Tilgungsleistung, deren Zeitspanne sich auf 30 Jahre erstrecke, übernehme das Land, die anfallenden Zinsen würden durch den KFA abgedeckt. Das Sonderinvestitionsprogramm sei so angelegt, dass die Schulträger zügig ihren Bau- und Modernisierungsbedarf angehen könnten.

In den letzten Jahren habe die Landesregierung über das Landesprogramm "Ganztagsschule nach Maß" bereits eine ganze Menge für den Ausbau der Ganztagsangebote an hessischen Schulen getan. Zudem hätten die IZBB-Mittel diese Anstrengungen massiv unterstützt. "Gemessen an 1999 konnten wir die Zahl der Ganztagsangebote vervierfachen. Derzeit fördern wir rund 600 Schulen mit Ganztagsangeboten und in Zukunft werden wir noch mehr Angebote und mehr Vielfalt fördern", stellte Staatsminister Jürgen Banzer fest.

Dabei habe er, so der Minister, im direkten Gespräch mit den Schulen, den Eltern und Schülern festgestellt, dass man sich neuen Formen ganztägiger Angebote öffnen müsse. "Das, was die Schulen an pädagogischer und organisatorischer Struktur über das klassische vormittägliche Unterrichtsangebot hinaus für ihre Schülerschaft anbieten möchten, entspricht nicht mehr den klassischen Vorstellungen von gebundener oder offener Ganztagsschule. Die pädagogische Mittagsbetreuung ist ein Beispiel für eine attraktive Angebotsform, die sich in den letzten Jahren etabliert habe. "Die Vielfalt der Schulen bedingt die Vielfalt der Angebote, deren Entwicklung wir in den nächsten Jahren verstärkt beobachten können", stellte Jürgen Banzer fest.


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