SPD will Lehrerbesoldung vereinheitlichen
"Die saarländische SPD will den Lehrerberuf wieder attraktiver machen. In der Vergangenheit haben die Bildungsminister (Kessler, Kramp-Karrenbauer und Schreier) zahlreiche Entscheidungen getroffen, die dazu geführt haben, dass zunehmend Junglehrer/innen dem Saarland den Rücken kehren. Die Folge: Lehrermangel - auch und insbesondere bei den Nachwuchskräften." Das erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Ulrich Commerçon, heute in der Landespressekonferenz in Saarbrücken.
05.03.2012 Pressemeldung Sozialdemokratische Partei DeutschlandsDie SPD setzt sich dafür ein, dass in Zukunft bildungspolitische Entscheidungen daran orientiert sind, welche Auswirkungen diese auf den LehrerInnennachwuchs haben. "Wer die Qualität in den Schulen verbessern will, muss auch die Attraktivität des Berufs wieder erhöhen. In einem ersten Schritt wird die SPD die im letzten Jahr eingestellten Berufsschullehrerinnen und -lehrer auf das Besoldungsniveau ihrer in diesem Jahr eingestellten Kolleginnen und Kollegen anheben", so der Bildungsexperte.
Gleichzeitig müsse die Besoldungsstruktur der Lehrerinnen und Lehrer dringend verändert werden. "Abhängig von ihrer Ausbildung werden die Lehrkräfte unterschiedlich besoldet. Im Alltag verrichten diese in ihrem jeweiligen Kollegium aber die gleiche Arbeit. Dies stellt eine Ungleichbehandlung dar, die wir so nicht stehen lassen wollen und werden. In einem Stufenplan werden wir die Besoldungsstruktur im Sinne gleichen Lohns für gleiche Arbeit anpassen und die Eingangsbesoldung für alle Lehrämter an das bundesweite Niveau heranführen.
Entscheidend ist, dass JunglehrerInnen eine berufliche und private Perspektive für sich und ihre Familie bekommen, auf die sie sich auch verlassen können. Dazu gehören sichere Arbeitsplätze und gute Aufstiegschancen in einem attraktiven Arbeitsumfeld. Dies werden wir mit den Personalräten, Verbänden und Gewerkschaften diskutieren und umsetzen", sagt Commerçon zu.
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