Städtetag NRW für Entscheidungsspielraum der Kommunen bei Schulstruktur
(redaktion/pm) Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat sich für flexible Regelungen zur Schulorganisation ausgesprochen. Die Städte sollten künftig selbst über die örtliche Schulstruktur entscheiden können, um auf sinkende Schülerzahlen und das veränderte Schulwahlverhalten der Eltern passgenau reagieren zu können. Dazu sollten die Städte über die Grundschulen hinaus stärker als bisher Verbundschulen bilden dürfen und die weiterführenden Schulen zu Sekundarschulen zusammenfassen können. Das Gymnasium sollte dabei unverändert bestehen bleiben.
29.04.2009 Artikel"Es geht uns nicht darum, ein Strukturmodell einfach durch ein anderes zu ersetzen und die Kommunen darauf zu verpflichten. Den kommunalen Schulträgern sollen vielmehr zeitnah flexible Möglichkeiten eröffnet werden, um mehr Bildungschancen für alle realisieren und das Schulsystem insgesamt durchlässiger gestalten zu können. Die kommunalen Bildungsangebote sollen für alle Kinder und Jugendlichen bestmögliche individuelle Zukunftschancen ermöglichen", erklärte heute der Vorsitzende des Städtetages NRW, der Oberbürgermeister von Mönchengladbach, Norbert Bude, anlässlich einer Sitzung des Schul- und Bildungsausschusses des Städtetages NRW in Düsseldorf.
Der Städtetag Nordrhein-Westfalen hat seine Vorstellungen in einem Positionspapier formuliert, das vom Vorstand des Verbandes mit folgenden konkreten Vorschlägen beschlossen wurde:
- Erweiterung der Möglichkeiten zur Bildung von Verbundschulen im Bereich der Haupt- und Realschulen: "Sekundarschule" in kooperativer, integrierter oder teilintegrierter Form. Das heißt, im Falle einer integrierten Zusammenfassung von Haupt- und Realschulen würde gemeinsamer Unterricht in allen Altersstufen stattfinden oder bei teilweise integrierter Organisationsform z.B. nur in den Jahrgangsstufen 5 bis 8.
- Option für einen Zusammenschluss der drei Schulformen Hauptschule, Realschule und Gesamtschule ("erweiterte Sekundarschule") und damit Weiterentwicklung der örtlichen Schullandschaft zum Zwei-Säulen-Modell, bestehend aus erweiterter Sekundarschule und Gymnasium.
"Mit dem Positionspapier des Städtetages NRW ist es gelungen, parteiübergreifend pragmatische Lösungen zu entwickeln, wie die Schullandschaft vor Ort aufgestellt werden kann. Wir glauben, dass sich so ein wohnortnahes, qualitativ hochwertiges Schulangebot leichter gewährleisten lässt. Dabei geht es uns darum, den Städten die Möglichkeit zu geben, ihren konkreten Verhältnissen Rechnung zu tragen", so Bude. Es solle Entscheidungsspielraum bestehen, ob eine Stadt Sekundarschulen neben Gesamtschulen und Gymnasien errichte oder Gesamtschulen in die Sekundarschulen integriere und so ein Zwei-Säulen-Modell schaffe oder die örtliche Schulorganisation weitgehend so belasse wie sie ist – unter Einschluss von Hauptschulen.
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- Städtetag NRW
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