"Starke Schulen" in Brandenburg: Schulen aus Angermünde, Lübbenau und Brandenburg an der Havel werden für pädagogische Spitzenleistungen ausgezeichnet

Die besten brandenburgischen Schulen, die zur Ausbildungsreife führen, sind die Ehm Welk-Oberschule in Angermünde, die Oberschule Ehm Welk in Lübbenau und die Berufsorientierte Schule Kirchmöser in Brandenburg an der Havel. In Potsdam wurden die Schulen heute mit dem Landespreis des bundesweiten Schulwettbewerbs "Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" ausgezeichnet. Der Wettbewerb wird alle zwei Jahre von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit, der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und der Deutsche Bank Stiftung durchgeführt und ist mit Preisgeldern von insgesamt 220.000 Euro dotiert.

19.01.2009 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Bundesweit beteiligten sich fast 600 Schulen an der aktuellen Ausschreibung, darunter 31 Schulen aus Brandenburg. Aus den Einsendungen ermittelte eine Jury mit Vertretern aus Schule, Wirtschaft und Wissenschaft die Landessieger. Gemeinsam mit den Gewinnern der anderen Bundesländer hat die in Brandenburg erstplatzierte Ehm Welk-Oberschule in Angermünde nun die Chance auf den Bundessieg. Die drei Bundessieger werden im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung am 5. Mai in Berlin durch Bundespräsident Horst Köhler geehrt.

Bildungsminister Holger Rupprecht, der die Urkunden überreichte, sagte heute in Potsdam: "Gute Bildung wird immer mehr zur Voraussetzung für ein erfolgreiches Berufsleben. Gute Bildung braucht starke Schulen – gerade auch solche, die zur Ausbildungsreife führen. Die Schulen, die wir heute auszeichnen, sind in dieser Hinsicht beispielhaft. Aber auch unter den anderen Wettbewerbsteilnehmern sind erfreulich viele Schulen, die ihre Stärken in den vergangenen Jahren gezielt entwickelt haben."

"Gerade vor dem Hintergrund der sich stark verändernden Schullandschaft freuen wir uns, dass sich so viele Schulen aktiv an dem Wettbewerb beteiligt haben. Die Qualität der Bewerbungen ist sehr hoch und zeigt, dass es vielen Schulen hervorragend gelingt, junge Menschen auf das Berufsleben vorzubereiten", so Dr. Antje Becker, Geschäftsführerin der Hertie-Stiftung, stellvertretend für die Wettbewerbspartner.

Für den ersten Preis erhält die Ehm Welk-Oberschule in Angermünde 5.000 Euro. Die Schule zeichnet sich durch einen Unterricht mit hoher Praxisorientierung aus. An einem Tag der Schulwoche erlangen die Schülerinnen und Schüler einen Einblick in den Arbeitsalltag. Ermöglicht wird dies durch die Kooperation der Schule mit 75 Betrieben. Zudem werden die Unterrichtsstunden durch Beispiele aus der Praxis angereichert. So nehmen auch beispielsweise die Deutschstunden auf betriebliche Anforderungen Bezug. Die Ehm Welk-Oberschule bietet außerdem in Kooperation mit anderen Bildungsträgern und externen Trainern spezielle Sportklassen an. Insgesamt überzeugte sie durch eine ruhige Lernatmosphäre und eine enge und angemessene Begleitung der Schülerinnen und Schüler durch das Lehrerkollegium.

Den mit 3.500 Euro dotierten zweiten Preis erhält die Oberschule Ehm Welk in Lübbenau. Sie überzeugte die Jury unter anderem durch das große Engagement des Lehrerkollegiums. Auch diese Schule setzt in hohem Maße auf die Vermittlung praktischer Erfahrungen während des Schulalltags. Beispielsweise waren die Schülerinnen und Schüler bei der Verschönerung der Stadt aktiv und gestalteten den eigenen Schulhof in Zusammenarbeit mit Handwerksbetrieben der Region. Auch die Kooperation mit einem Hotel trug Früchte – daraus entstand eine Schülerfirma für Catering, die mit einem Kochbuch regionaler Spezialitäten einen Pokal gewinnen konnte.

Mit dem dritten Preis und 2.000 Euro wurde die Berufsorientierte Schule Kirchmöser in Brandenburg an der Havel ausgezeichnet. Hier wurde positiv bewertet, dass die Schule großen Wert auf die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler durch Differenzierung im Unterricht und auf ein vertrauensvolles Verhältnis zwischen Schülerinnen, Schülern und Lehrerkollegium legt. Zudem pflegt sie einen regen Informationsfluss zwischen Eltern und Lehrenden.

Die ersten 8 Plätze in Brandenburg belegten:

  1. Preis 5.000 Euro Ehm Welk-Oberschule in Angermünde

  2. Preis 3.500 Euro Oberschule Ehm Welk in Lübbenau

  3. Preis 2.000 Euro Berufsorientierte Schule Kirchmöser in Brandenburg an der Havel

Ehrung Bauhausschule in Cottbus

Ehrung Dr.-Otto-Rindt-Oberschule in Senftenberg

Ehrung Oberschule Schlaubetal in Müllrose

Ehrung Friedrich-Gedike-Oberschule in Perleberg

Ehrung Grund- und Oberschule "Salvador Allende" in Wriezen

Ausgezeichnet wurden vor allem Schulen, die nachhaltige Schul- und Unterrichtsentwicklung betreiben, die sich in Netzwerke – auch mit außerschulischen Partnern – einbinden und denen es gelingt, auch unterschiedliche Schülergruppen gezielt zu fördern. Ein besonderer Schwerpunkt der Juryentscheidung lag auf der Förderung der Berufsorientierung und der Ausbildungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler.

Bei "Starke Schule. Deutschlands beste Schulen, die zur Ausbildungsreife führen" konnten sich alle Hauptschulen und in Abstimmung mit den jeweiligen Ländern auch andere Schulen bewerben, die zum Hauptschulabschluss, zur Berufsbildungsreife oder zur Berufsreife führen. Der Wettbewerb möchte pädagogische Spitzenleistungen auszeichnen, Schulen bei der Qualifizierung ihrer Schüler für die Ausbildungsreife unterstützen, Schulen miteinander vernetzen und das Innovationspotenzial der Schulen fördern. Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung, die Bundesagentur für Arbeit, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände und die Deutsche Bank Stiftung finanzieren den Wettbewerb gemeinsam.

Weitere Informationen:
Carmen Jacobi
Gemeinnützige Hertie-Stiftung
Tel.: 069/66 07 56 155

www.StarkeSchule.ghst.de

Stephan Breiding
Ministerium für Bildung, Jugend und Sport
Tel.: 0331/866 35 20


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