Umsetzung der UN Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen im Saarland

Anlässlich der Ratifizierung und der damit verbundenen Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen verfolge die saarländische Landesregierung eine Grundstrategie, deren Ziel es sei, für jedes einzelne Kind die beste und passgenaue Fördermaßnahme zu organisieren. Dies teilte Kultusministerin Annegret Kramp-Karrenbauer heute (12.05.2009) in einem Schreiben an die Behindertenorganisationen, Förderschulen, Berufsverbände und Selbsthilfeorganisationen mit.

12.05.2009 Pressemeldung Ministerium für Bildung und Kultur Saarland

Zur Umsetzung dieser Strategie bedarf es dreier Säulen: der Integration behinderter Kinder und Jugendlicher in Regelschulen, des differenzierten Systems der Förderschulen und des verstärkten Einsatzes von Förderlehrern an den allgemein- und berufsbildenden Schulen.

Entgegen anderslautenden Behauptungen "gab und gibt es weder seitens der Ministerin noch auf der Arbeitsebene zahlenmäßige Vorgaben nach oben oder unten, wie viele Kinder in welchen Fördermaßnahmen unterrichtet werden", unterstrich die Ministerin. Entscheidend für die Bewilligung sei das jeweilige Kind, um das es geht.

"Die Sicherung der Qualität der Förderung in allen drei Säulen ist eines der Hauptanliegen", betonte die Ministerin. Dazu bedarf es entsprechend ausgebildeter Lehrerinnen und Lehrer. Aus diesem Grund wird im Saarland am 01. August 2009 erstmals in der Geschichte des Landes ein eigenes Studienseminar mit der Ausbildung von Referendaren für Förderschulen die Arbeit aufnehmen.

Darüber hinaus laufen zur Zeit im Ministerium Vorbereitungen, um ein Gremium zu schaffen, dass sich beratend mit den Fragen der Qualitätssteigerung und -sicherung befasst.

"Im Zuge der weiteren Beratungen wird sicherlich auch die Frage erörtert werden, ob und wenn ja, wie die zu Grunde liegende Integrationsverordnung dieser Grundstrategie angepasst werden muss2, sagte die Ministerin und betonte gegenüber den Organisationen nochmals, dass die bestmögliche Förderung unserer Kinder mit all ihren Stärken und Schwächen für sie persönlich ein ganz zentrales Anliegen ihrer Arbeit sei.


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