"Unsere Schüler profitieren von der engen Zusammenarbeit der Hauptschulen in Ihrer Region"
Den Landkreis Dingolfing-Landau hat heute Bayerns Kultusminister Siegfried Schneider zur Modellregion erklärt, um die Hauptschule als Schulart weiter zu entwickeln. Anlass war der Hauptschultag in Landau an der Isar am heutigen Donnerstag.
08.05.2008 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusKultusminister Siegfried Schneider betonte, dass er mit seiner Hauptschulinitiative die Hauptschule zu einer berufsorientierten Schule weiter entwickelt. Sein Ziel sei es, dass alle Schülerinnen und Schüler die Schule mit der Ausbildungsreife verlassen und mehr von ihnen künftig den mittleren Bildungsabschluss erwerben sollen. Dabei spielt der forcierte Ausbau der Standorte der gebundenen Ganztagsklassen eine wichtige Rolle. Im kommenden Schuljahr werde die Zahl dieser Standorte von derzeit 162 um 175 weitere ausgebaut und damit mehr als verdoppelt.
Kultusminister Siegfried Schneider begrüßte bei seinem Besuch in Landau die Bemühungen der Hauptschulen im Schulamtsbezirk, als Modellregion eng zusammenzuarbeiten und die Ausbildungsqualität für die jungen Leute nachhaltig zu verbessern: An die Schulleitungen, Lehrkräfte und Bürgermeister gewandt betonte Minister Schneider: "Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag, um die Hauptschulinitiative vor Ort umzusetzen.
Zugleich geben Sie anderen Schulamtsbezirken ein Vorbild, wie Hauptschulen zum Vorteil der Schülerinnen und Schüler und der Schulstandorte kooperieren." "Ich bin überzeugt, dass wir auch in Zukunft ein engmaschiges Hauptschulnetz in Bayern haben. Es werden auch in Zukunft deutlich mehr Hauptschulstandorte haben als etwa Realschulstandorte", so Minister Schneider.
Kultusminister Schneider warb für ein uneingeschränktes "Ja" zur Hauptschule und fasste die Stimmung der Teilnehmer des Hauptschultages in Worte: "Ich spüre dieses ,Ja` zur Hauptschule bei Ihnen."
Minister Schneider unterstrich die Leistung der Hauptschülerinnen und –schüler u.a. in Handwerksberufen. Minister Schneider forderte die Arbeitgeber auf, dass sie Hauptschülerinnen und Hauptschülern mit mittlerem Bildungsabschluss bei der Vergabe von Ausbildungsberufen in der Verwaltung stärker als bisher berücksichtigen.
Siegfried Schneider erinnerte daran, dass Verantwortliche der Handwerks-, Industrie- und Handelskammern und der bayerischen Wirtschaft ihm zugesichert haben, dass sie auch in Zukunft auf die Hauptschülerinnen und Hauptschüler setzen.
Die Hauptschulen im Landkreis Dingolfing-Landau beabsichtigen ab dem kommenden Schuljahr intensiv zusammenzuarbeiten. Ziel der Kooperation ist es, die Qualität des Unterrichts und damit der Ausbildung der Schüler zu verbessern und möglichst viele Hauptschulstandorte zu erhalten. Das betrifft zum Beispiel die Berufsprofile wie auch das Angebote von gebundenen Ganztagsklassen. Im Schulamtsbezirk Dingolfing-Landau gibt es derzeit elf Hauptschulstandorte.
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