VBE: Debatte über Realschulen geht am Thema vorbei

*"Sie führen wieder mal die alten Gespräche,* *denn das hält gesund.* *Die Fenster gähnen sanft* *Und halten sich die Gardinen vor den Mund."* *Erich Kästner*

01.04.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Es ist doch nicht so, als würde sich in NRW nichts bewegen. Erst vor wenigen Tagen haben die evangelischen Kirchen ein Positionspapier vorgelegt, in dem sie mehr Offenheit in der Schulpolitik fordern. Städtetag, Städte- und Gemeindebund, auch CDU-Bürgermeister fordern eine Öffnung in schulstrukturellen Fragen. Die CDU-Fraktion erklärt in ihren schulpolitischen Leitlinien, die Schulformfrage nicht ins Zentrum ihrer Schulpolitik stellen zu wollen.

"Wir fragen uns, warum sie dann genau das tut", so Beckmann. "Die heutige Debatte drehte sich ausschließlich um Schulformen und nicht um die Kinder."

Diese Aktuelle Stunde hat einmal mehr gezeigt, dass die nordrhein-westfälische Schulpolitik dringend vom parteipolitischen Gezänk befreit werden muss. Deshalb wiederholt der VBE seine bereits im November 2008 an den Ministerpräsidenten gerichtete Aufforderung, eine ständige Bildungskonferenz mit einzurichten. Die evangelischen Kirchen haben die Politik aufgefordert, sich auf den Weg zu einem breiten gesellschaftlichen Konsens zu machen.

"Wir fragen uns, wie lange sich die Landesregierung noch blind und taub stellen will", so Beckmann. "Und wie lange wollen die sie tragenden Fraktionen noch so tun, als könne man mit immer wiederkehrenden Parolen die Vergangenheit zurückholen? Ein vernünftiger Satz zumindest kam von der bildungspolitischen Sprecherin der FDP-Fraktion. Dieser lautete: Nur weil man etwas permanent wiederholt, wird es nicht richtig. Stimmt, aber warum tut sie dann genau das?"


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