VBE für ein inklusives Schulsystem

"Das Schulsystem muss sich den Kindern anpassen und nicht umgekehrt", kommentiert der VBE-Vorsitzende die heute vorgetragenen Forderungen nach einem inklusiven Schulsystem. "Die Trennung neunjähriger Kinder nach vermeintlichen Begabungsstrukturen ist genauso wenig zeitgemäß wie die Trennung behinderter Kinder von nicht behinderten."

16.03.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert von den Vertragsstaaten, ein inklusives Bildungssystem zu gewährleisten. Dieser Verpflichtung müssen die Bundesländer nachkommen. In NRW sind bislang nur 12,6 Prozent der Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Regelschulwesen zu finden. Ein Elternrecht auf einen Platz in einer Regelschule gibt es darüber hinaus nicht.

"Wie alle Bundesländer, so ist auch das Land NRW aufgefordert, den Weg zu einem inklusiven Schulsystem zu ebnen", so Beckmann. "Das gemeinsame Lernen der Kinder muss in jeder Hinsicht die Grundlage für das Schulsystem der Zukunft sein."

Eine Veränderung der Schulstrukturen wird so oder so nötig werden, und die Debatte darüber muss geführt werden. Die demografische Entwicklung und das veränderte Schulwahlverhalten der Eltern zwingen dazu.

"Eine zukunftsorientierte Schulpolitik darf sich nicht von Legislaturperiode zu Legislaturperiode hangeln", so Beckmann. "Das darf sie schon alleine deshalb nicht, weil der schulische Werdegang eines Kindes länger dauert als eine Legislaturperiode. Es ist an der Zeit, dass in NRW nach einem parteiübergreifenden Konsens in der Schulpolitik gesucht wird, der auch Regierungswechsel übersteht. Die lähmenden Auseinandersetzungen der 1960er und 70er Jahre können und wollen wir nicht mehr hören."


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