Lehrerverband

VBE: Lehrerarbeit ist mehr als Unterricht

"Der VBE ist offen für eine Diskussion über die Neugestaltung der Lehrerarbeitszeit. Ziel dabei muss aber sein, dass die Lehrerarbeitszeit in allen Facetten umfassend erfasst wird und auf dieser Basis die für die einzelnen Aufgaben notwendigen Zeitanteile zur Verfügung gestellt werden", so Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung.

10.11.2010 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Eine Neugestaltung der Lehrerarbeit muss unter den Gesichtspunkten einer verbesserten Qualität von Bildung und Erziehung und der Lehrergesundheit erfolgen.

Das Mindener Modell wird diesem Anspruch nicht gerecht und sorgt nur für eine effizientere Umverteilung der Arbeitszeit. Dies ist ein entscheidender Grund dafür, dass die Schulen die Möglichkeit dieses Modell einzuführen bisher nicht genutzt haben. Eine verbindliche Umsetzung des Mindener Arbeitszeitmodells wie die FDP es fordert, lehnt der VBE ab.

Unter dem Titel "Qualität für Arbeit und Gesundheit in Schulen (QuAGiS)" hat der VBE im Jahr 2007 ein von den Wissenschaftlern Prof. Uwe Schaarschmidt und Prof. Bernhard Sieland entwickeltes Arbeitszeitmodell vorgestellt. Dieses basierte auf einer umfassenden Untersuchung der Lehrerarbeit an den Schulen in NRW. Dabei wurde deutlich, dass die Gesamtarbeitszeit der Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen deutlich über der Jahresarbeitszeit des öffentlichen Dienstes liegt (1.804 Zeitstunden).

Beckmann abschließend: "Fakt ist, dass die Orientierung der Lehrerarbeit allein an der Unterrichtsverpflichtung nicht mehr zeitgemäß und ungerecht ist. Der VBE bleibt daher bei seiner Forderung, dass unterschiedliche Modelle erprobt, wissenschaftlich begleitet und evaluiert werden müssen, damit eine bestmögliche Lösung gefunden wird Der VBE unterstützt in diesem Zusammenhang den Plan der Landesregierung, zu diesem Thema eine Fachkommission einzurichten.".


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