VBE und RLV rufen zum Warnstreik auf
Der Aschermittwoch gilt auch als Tag der Umkehr. Insofern wäre für die Arbeitgeber im öffentlichen Dienst nun der ideale Zeitpunkt umzukehren und den Pfad des Starrsinns zu verlassen – wenn denn der Kater nach den tollen Tagen nicht mehr die Sinne vernebelt.
25.02.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWBislang haben die Arbeitgeber im Tarifkonflikt weder ein akzeptables Angebot vorgelegt, noch sind sie auf den Kompromissvorschlag der Gewerkschaften eingegangen. Und darum gehen die Warnstreiks und Aktionen nun weiter.
Der Verband Bildung und Erziehung NRW (VBE) und der Realschullehrerverband NRW (RLV) rufen ihre tarifbeschäftigten Mitglieder auf, am 27. Februar 2009 die Arbeit niederzulegen und sich zu der zentralen gemeinsamen Demonstration der dbb- und DGB-Gewerkschaften in Düsseldorf einzufinden.
"Wenn sich die Arbeitgeber nicht bewegen, wird das nicht der letzte Streikaufruf sein", kündigt der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann an. "Wer gute Schulen will, muss auch Lehrerinnen und Lehrer gut bezahlen." Die RLV-Vorsitzende Brigitte Balbach fügt hinzu: "Dass es inzwischen mit Beamten, Beschäftigten nach dem alten BAT und dem neuen TV-L drei Besoldungsgruppen in den Lehrerzimmern gibt, die für unterschiedlich viel Geld die gleiche Arbeit machen, ist an sich schon ein Skandal. Dass an allen Beschäftigten noch weiter gespart werden soll, ist nicht hinnehmbar."
VBE und RLV rufen die Beamten auf, die Warnstreikmaßnahmen ihrer Kolleginnen und Kollegen nicht zu unterlaufen, sondern im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu unterstützen. Darüber hinaus sollen verbeamtete Lehrerinnen und Lehrer prüfen, ob für sie eine Teilnahme an der zentralen Demonstration möglich wird, indem sie in Absprache mit der Schulleitung Unterricht verlegen.
"Auf dem Stundenplan steht jetzt Solidarität", so Beckmann. "Wir dürfen uns nicht auseinanderdividieren lassen, nur gemeinsam sind wir stark." Die RLV-Vorsitzende Brigitte Balbach ergänzt: "Diese Tarifrunde ist auch für die Beamten wichtig, weil das Ergebnis in NRW eins zu eins auf sie übertragen werden soll. Deshalb sind alle aufgerufen, in Düsseldorf Flagge zu zeigen."
Hinweis an die Redaktionen:
Für Rückfragen stehen Ihnen die Verbandsvorsitzenden Brigitte Balbach (RLV, Mobilnummer 0172/9018766) und Udo Beckmann (VBE, Mobilnummer 0170/2922590) zur Verfügung.
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