Verhaltene Zuversicht beim bpv über die weitere Entwicklung des Gymnasiums:

Verhalten optimistisch hat sich der Vorsitzende des Bayerischen Philologenverbandes (bpv) Max Schmidt über die Entwicklung des Gymnasiums in den kommenden Jahren geäußert. Den heutigen Auftritt von Kultusminister Dr. Spaenle vor dem Bayerischen Landtag kommentierte Schmidt mit den Worten: "Der Kultusminister hat offensichtlich verstanden, dass es zu seiner politischen Bringschuld gehört, das Gymnasium durch verbesserte Rahmenbedingungen für Schüler und Lehrer wieder in ein ruhigeres Fahrwasser zu bringen. Das heute vorgetragene Maßnahmenpaket für die kommenden Jahre hat das deutlich werden lassen. Nach den großen Problemen und heftigen Debatten während der letzten Jahre ist dies aber auch bitter nötig. Zahlreiche Gespräche mit Schülern, Lehrern und Eltern zeigen mir: Alle sehnen sich nach Verlässlichkeit, um sich mit der nötigen Ruhe endlich wieder auf ihr Hauptgeschäft, das Lernen und Lehren, konzentrieren zu können. Schüler und Lehrer sind es leid, durch immer neue Debatten um nochmalige Änderungen und durch fortgesetzte Angriffe verunsichert und belastet zu werden."

14.05.2009 Pressemeldung Bayerischer Philologenverband (bpv)

Derzeitige Forderungen nach nochmaligen Kürzungen "unverantwortlich"

Als "unverantwortlich" bezeichnete Schmidt derzeit erhobene Forderungen einzelner Gruppierungen nach weiteren drastischen Kürzungen der gymnasialen Fächerinhalte: "Dass solche Vorstellungen auch nicht im Sinne der Schüler sind, zeigen Rückmeldungen aus den laufenden Einschreibungen in die fünften Klassen: Schon äußern sich Eltern besorgt darüber, ob ihr Kind am Gymnasium noch genug lernt, um anschließend ein Studium und im beruflichen Wettbewerb bestehen zu können."

2011 der richtige Zeitpunkt für eine Bilanz

Der bpv-Vorsitzende plädierte daher dafür, in zwei Jahren nach dem Auslaufen des neunjährigen Gymnasiums und dem Abschluss des ersten Durchgangs des achtjährigen Gymnasiums eine große Bilanz zu ziehen: "Dann erst verfügen wir tatsächlich über fundierte Erfahrungen mit dem achtjährigen Gymnasium und mit der neuen Oberstufe, um gegebenenfalls Verbesserungen vornehmen zu können."


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