Weniger Sportunfälle an Sachsens Schulen
Die Zahl der Sportunfälle an sächsischen Schulen ist von 32.962 im Jahr 2005 auf 31.097 im Jahr 2006 gesunken. Als wesentliche Unfallursache im Sportunterricht gilt Bewegungsmangel der Schüler in der Freizeit. Dadurch gehen Kondition und Koordinationsfähigkeit immer mehr zurück. Die Bewegungsräume im Alltag werden für Kinder immer kleiner. "Die Schule allein kann diese Defizite nicht ausgleichen. Kinder brauchen ausreichende Bewegung", appelliert Kultusminister Steffen Flath an die Eltern.
01.04.2007 Sachsen Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für KultusAn Sachsens Schulen gibt es pro Woche drei Stunden Sportunterricht. Gemeinsam mit dem Landessportbund sollen die außerunterrichtlichen Sportangebote noch weiter ausgebaut und die Verbindungen zu Sportvereinen gestärkt werden. Möglich ist dies vor allem im Rahmen von Ganztagsangeboten an den Schulen.
Durch Bewegungsmangel und falsche Ernährung sind in Deutschland, nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts Berlin von 2006, 15 % der Kinder zwischen drei und 17 Jahren übergewichtig und mehr als sechs Prozent sogar fettleibig.
In einem Beweglichkeitstest stellte sich im Rahmen der Studie heraus, dass mehr als ein Drittel nicht auf einem Balken mindestens zwei Schritte rückwärts gehen können. Eine Rumpfbeuge zu den Fußsohlen schafften nur 57 Prozent. "Die Eltern sind deshalb aufgerufen, die Kinder zu einer gesunden Lebensweise zu erziehen und zu mehr Bewegung zu motivieren", so Flath.
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