"Werte machen stark"

Mit einem Besuch von Bayerns Ministerpräsident Dr. Günther Beckstein und Kultusstaatssekretär Bernd Sibler in der Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule in Heilsbronn ging heute eine Reihe von Schulbesuchen von Mitgliedern der Bayerischen Staatsregierung und Prominenten aus Wirtschaft und Gesellschaft zu Ende. Ziel der Initiative ist es, Aktivitäten an Schulen, die der Wertevermittlung und Persönlichkeitsbildung dienen, öffentlich zu machen und zu motivieren, Werteerziehung und Persönlichkeitsbildung an den Schulen weiter auszubauen.

14.12.2007 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Ein Leben, dass sich an den Werten Ehrlichkeit, Solidarität, Gerechtigkeit, Toleranz und Menschlichkeit orientiert, lässt sich auch anno 2007 führen. Es wird auch von der großen Mehrzahl der großen Jugendlichen angestrebt und praktiziert", brach Kultusstaatssekretär Sibler in seinem Statement an der Realschule in Heilsbronn eine Lanze für eine realistische Einschätzung der Jugend. Für ihn ist klar: "Es gibt keinen Grund für Pessimismus". Allgemeine Vorurteile, dass sich in der Gesellschaft alles um Geld, Leistung und Spaß drehe", wies der Staatssekretär mit Hinweis auf unentgeltlichen und freiwilligen Einsatz vieler junger Leute für die Gesellschaft unmissverständlich zurück. Bernd Sibler hatte sich selbst jahrlang ehrenamtlich in der Jugendarbeit engagiert.

"Mehr als 20 Millionen Menschen arbeiten ehrenamtlich für Umwelt, Sport, Kultur", untermauerte der Staatssekretär seinen Optimismus über die Zielgruppe der Jugendlichen hinaus, ergänzte aber: "Gerade Schülerinnen und Schüler zeichnen sich durch ihren Einsatz in der Zivilgesellschaft aus." Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf die Aktion "Drei Tage Zeit für Helden" des Bayerischen Jugendrings. An vielen bayerischen Schulen werde entsprechend des Verfassungsauftrags nachhaltig Werteerziehung und Persönlichkeitsbildung geleistet, dankte er den Lehrkräften, Eltern und Schülern für ihren jeweiligen Beitrag. Die neun für die Werteinitiative ausgewählten Schulen - darunter die Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule - bildeten aber unübersehbare Leuchttürme in einer Landschaft, die keinesfalls nur in Dunkel getaucht sei.

Die Markgraf-Georg-Friedrich-Realschule stellte bei dem Besuch von Ministerpräsident Dr. Beckstein und Kultusstaatssekretär Sibler ihr Projekt "Werte machen stark - Leistung lohnt sich" vor. Die Realschule Heilsbronn betreibt proaktiv Schulentwicklung und beteiligt sich an Schulversuchen wie MODUS 21 und MODUS F. Unter dem Motto "Miteinander - Gestalten - Fördern" strebt die Realschule mit ihren rund 1100 Schülerinnen und Schülern eine gutes Schulklima an - geleitet von der Grundüberzeugung "Leistung entsteht, wo Menschen sich wohl fühlen". Anton Wolfgang Graf von Faber-Castel von der Faber-Castell Unternehmensverwaltung GmbH & Co. fungiert als Pate des Projekts zur Werteerziehung in Heilsbronn.

Um eine breite Wertedebatte zu führen, hat die Bayerische Staatsregierung im Frühjahr 2007 eine Initiative zur Werteerziehung und Persönlichkeitsbildung angestoßen. Unter dem Titel "Werte machen stark" wurden Projekte und Initiativen von neun Schulen vorgestellt, die sich besonders in der Werte- und Persönlichkeitserziehung engagieren und zusammen mit den Eltern "Mut zur Erziehung" zeigen. Partner der Staatsregierung sind der Iron Man-Gewinner Faris al Sultan, die Autor historischer Romane Dr. Tanja Kinkel, Benediktinerpater Anselm Grün, Rocksänger Peter Maffay sowie seine Königliche Hoheit Franz Herzog von Bayern.

Am 20. Februar 2008 mündet die Werteinitiative in einen Kongress an der Hochschule München, wo die Ansätze gebündelt, diskutiert und für die weitere Arbeit aufbereitet werden.


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