Bayern:

"Wie gute Schulen funktionieren – Beispiele aus der Praxis"

Der Bayerische Elternverband e. V. (BEV) setzt sich seit seiner Gründung 1968 dafür ein, Schule so zu gestalten, dass alle Kinder entsprechend ihren Fähigkeiten gefördert werden, nachhaltig lernen können und somit best möglich auf die Anforderungen der Gesellschaft vorbereitet werden. Schulen, die mit innovativen Unterrichtskonzepten dieses Ziel verwirklichen, gibt es bereits. Der BEV ermöglichte am vergangenen Wochenende im Rahmen seiner Landesversammlung drei Münchener Schulen, ihre Konzepte der Öffentlichkeit vorzustellen.

21.05.2014 Pressemeldung Bayerischer Elternverband

Auf dem Hintergrund der aktuellen Diskussion um eine inhaltliche Reform des bayerischen Gymnasiums fand die Veranstaltung reges Interesse. In den Grußworten von Stadtrat Dr. Reinhold Babor, Frau Alexandra Brumann, der fachlichen Leiterin des staatlichen Schulamtes München, sowie Herrn Michael Streit, dem Vorsitzenden des gemeinsamen Elternbeirates der Grund- und Mittelschulen in der Landeshauptstadt München, klang an, mit welchen äußeren Schwierigkeiten Schulen in einem multikulturellen Ballungsraum wie München zu kämpfen haben. Durch Zusammenwirken von Schulverwaltung, Lehrkräften und Eltern ist eine "Gute Schule" dennoch machbar.

Nacheinander stellten sich die gastgebende Grundschule an der Ichostraße, die städtische Anne-Frank-Realschule sowie die städtische Willy-Brandt-Gesamtschule vor. Trotz unterschiedlicher Schularten, weisen die einzelnen Konzepte viele Gemeinsamkeiten auf. Heterongenität in Entwicklungsstand, kultureller und sozialer Herkunft der Kinder wird als Bereicherung und Herausforderung begriffen. Sozialerziehung in Zusammenarbeit von Lehrern, Erziehern und weiteren Fachkräften ist Schwerpunkt. Neue Lernformen werden angewendet, z. B. projektbezogener, fächerübergreifender Unterricht, selbstbestimmtes Lernen in jahrgangsstufenübergreifenden Gruppen und reflektierende Lerngespräche zwischen Lehrer und Schüler. Die Ganztagsangebote der Schulen haben eine zentrale Funktion, sie ermöglichen diese neuen Konzepte erst.

An der Willy-Brandt-Gesamtschule wird zudem ein gemeinsames Lernen bis zur 7. Klasse praktiziert und den Schülerinnen und Schülern somit der Druck genommen, sich für eine bestimmte Schulart (Gymnasium, Realschule oder Mittelschule) frühzeitig entscheiden zu müssen. Die für alle Schulen geltende Forderung nach Umsetzung von Inklusion wird hier tatsächlich in einer sehr umfassenden Art umgesetzt. Deshalb wurde dieser Schule 2009 die Auszeichnung "Anerkannte Unesco-Projekt-Schule" verliehen.

Einen ausführlichen Bericht und Bilder von der Veranstaltung finden Sie auf der Webseite des BEV, www.bayerischer-elternverband.de -> Landesversammlung 2014.


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