"Wir erhöhen die Chancen für Kinder unabhängig von ihrer familiären Herkunft - Talente werden klarer erkannt"

Am kommenden Montag, 4. Mai, erhalten erstmals alle Grundschülerinnen und Grundschüler der 4. Jahrgangsstufe eine Übertrittsempfehlung, das sind rund 125.000 Mädchen und Jungen. "Mit dieser Maßnahme erhöhen wir die Bildungschancen für alle Kinder - unabhängig von ihrer familiären Herkunft", betont Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle. Bisher mussten die Eltern der Viertklässler bei der Lehrkraft eigens eine Übertrittsempfehlung beantragen. "Durch die Übertrittsempfehlung werden sich gerade für Kinder aus bildungsfernen Familien neue Chancen eröffnen, die Eltern werden auf die Begabungen ihrer Kinder nochmals eigens hingewiesen. Talente werden klarer erkannt", betonte der Minister.

29.04.2009 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

Die Übertrittsempfehlung dient in diesem Schuljahr letztmals als zentrale Grundlage für die Wahl der weiterführenden Schule, der Haupt- bzw. der Realschule oder des Gymnasiums.

"Die Entscheidung, die die Eltern auf der Grundlage der Übertrittsempfehlung über die Schulwahl ihrer Kinder treffen, lässt aber alle Optionen offen", weist Minister Spaenle auf die Durchlässigkeit des Bayerischen Schulwesens hin.

"Unabhängig ob die Eltern sich mit ihren Kindern für die Haupt-, Realschule oder das Gymnasium entscheiden, von allen Schularten aus gibt es Möglichkeiten, sich weiter zu qualifizieren", so der Minister abschließend. Die Palette reicht von der Hauptschule über die Duale Ausbildung zu weiteren schulischen Qualifikationen wie die Berufsoberschule, vom M-Zug der Hauptschule oder von der Realschule zur Fachoberschule bis hin zum Gymnasium. Derzeit führen in Bayern z.B. 16 Wege zum Hochschulzugang. "Dem flächendeckenden Ausbau der Beruflichen Oberschule kommt dabei neben dem Gymnasium eine wichtige Rolle zu", so Minister Spaenle mit Blick auf die Weichenstellung der jüngsten zwei Jahre.

Neue Übertrittsregelung sieht erweiterte Elternverantwortung vor

Im kommenden Schuljahr greift die Neureglung des Übertritts, die von Kultusminister Spaenle in Kraft gesetzt worden ist. Sie basiert auf einer umfassenden Beratungsarbeit für die Eltern zu Schullaufbahnen ab der 3. Jahrgangsstufe, auf der Übertrittsempfehlung der Grundschullehrkräfte, auf dem Probeunterricht und der erweiterten Elternverantwortung. In der 5. Jahrgangsstufe werden künftig vielen Schülern zusätzliche Fördermöglichkeiten eröffnet.


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