Wulf-Michael Kuntze, Abteilungsleiter im Hessischen Kultusministerium, würdigt Präventionsprojekt "Mediation und Partizipation"
Ministerialdirigent Wulf-Michael Kuntze, Abteilungsleiter im Hessischen Kultusministerium, hat heute auf der Abschlussveranstaltung des Präventionsprojekts Mediation und Partizipation im Programm Demokratie lernen und leben im Frankfurter Amt für Lehrerbildung die Mitarbeit aller Beteiligten gewürdigt sowie die bevorstehenden Transferprozesse beschrieben.
22.03.2007 Hessen Pressemeldung Hessisches Ministerium für Kultus, Bildung und ChancenDas fünf Jahre dauernde Projekt, an dem neben Hessen zwölf weitere Bundesländer teilgenommen haben, war dem erfolgreichen Verankern von Werten wie Menschenrechte, Demokratie oder sozialer Integration in Schulen gewidmet. Die Ergebnisse sind ein wichtiger Baustein zum Umsetzen des Landtagsbeschlusses Maßnahmen gegen Verrohung und Gewalt an Schulen vom Juni 2006.
Wulf-Michael Kuntze dankte den Initiatoren des Projekts Professor Dr. Wolfgang Edelstein, ehemaliger Leiter des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung in Berlin, dessen Kollegen Peter Fauser und dem hessischen Projektleiter Helmolt Rademacher sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Projektteam für ihr außergewöhnliches Engagement. In Hessen haben 18 Schulen aller Schulformen erfolgreich an dem bundesweiten Programm Demokratie lernen und leben teilgenommen. Lehrkräfte, Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Schulleitungen haben sich auf einen schwierigen und lang anhaltenden Schulentwicklungsprozess eingelassen, der zum Ziel hatte, durch eine erhöhte Schülermitbestimmung im Schulleben demokratische Handlungskompetenz sowie eine neue Kultur der Konfliktbewältigung aufzubauen und zu trainieren, lobte Wulf-Michael Kuntze den Einsatz aller Beteiligten.
Der Ministerialdirigent betonte in seinem Grußwort den notwendigen Ergebnis-Transfer, damit Interessierte aus anderen Schulen, der Bildungsverwaltung und außerschulischen Einrichtungen Anregungen für die Praxis finden, wie auf jugendgemäße Weise Lust auf Politik und Partizipation gemacht und demokratisches Denken, Handeln und Leben gefördert werden kann. Er hob dabei besonders die umfangreichen Materialien hervor, die im Laufe der fünf Jahre entwickelt worden sind. Hierzu zählen unter anderem sieben Praxisbausteine über erfolgreiche Schulentwicklungprozesse, ein Demokratiebaustein zur Mediation sowie ein Demokratietraining.
Wir sind in Hessen schon seit einigen Jahren dabei uns im Arbeitsfeld Erziehung in der Schule für eine neue Kultur der Kooperation und des gegenseitigen Vertrauens stark zu machen, erklärte Wulf-Michael Kuntze und verwies auf eine Fülle von Initiativen, unter anderem die Wiesbadener Erklärung von Landeselternbeirat und Hessischen Kultusministerium, zu deren Kernpunkten auch die Einführung von Erziehungsvereinbarungen zählt.
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