Zu laut in Deutschlands Klassenzimmern

(bikl) Deutsche Klassenzimmer sind zu laut. Das ist das Ergebnis einer Studie des Instituts für interdisziplinäre Forschung der Universität Bremen.

23.11.2004 Artikel

Lärm ist ein generelles Problem in Schulen. Vier von fünf Lehrern fühlen sich durch von Schülern verursachten Lärm belastet. Die Unterrichtsstunden, so konnten die Wissenschaftler messen, beginnen und enden meist laut. Schallpegel unter 50 Dezibel wurden zumeist nur während der Stillarbeit erreicht.

Untersucht wurde die Raumakustik von Klassenzimmern in fünf Schulen in Nordrhein-Westfalen. Bauliche Mängel und Lärm in den Klassen ließen den Schallpegel dabei auf bis zu 75 Dezibel steigen. Dies entspricht etwa mittlerem Straßenverkehrslärm. Von einem Pegel von 85 Dezibel an muss laut Bundesärztekammer schon mit einer Gehörschädigung gerechnet werden. Kein Wunder also, dass dieser Lärm die Gesundheit der Lehrer und Schüler belastet und die Qualität des Unterrichts senkt.

Es gibt aber, so die Wissenschaftler, Möglichkeiten, den Lärmpegel deutlich zu senken. Neben Schallschutzdecken empfahlen sie ein entsprechendes Verhaltenstraining bereits mit den Schulanfängern.

Weiterführende Links

Universität Bremen
Initiative Hören
Stiftung Zuhören
Pressemeldung bildungsklick.de: Unterrichtsmaterial zum Thema Hören


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