Zur Einkommensrunde 2009
"Beamte und Tarifbeschäftigte haben in NRW in den vergangenen Jahren mit viel Einkommensverzicht zur Sanierung des Landeshaushalts beigetragen", so der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. "Nun ist es an der Zeit, dass etwas zurückkommt."
15.01.2009 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWAm 19. Januar 2009 findet die erste Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder statt. Über die dbb tarifunion sind auch VBE-Vertreter an den Verhandlungen beteiligt. Gefordert werden 8 Prozent mehr Gehalt für Beamte und Tarifbeschäftigte. Der VBE erwartet frühzeitig ein Angebot, über das es sich ernsthaft zu diskutieren lohnt.
"Die Einkommensentwicklung im öffentlichen Dienst hält von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt schon lange nicht mehr mit", so Beckmann. "Nullrunden, Streichungen und Kürzungen haben dazu geführt, dass die Realeinkommen sukzessive von der Preisentwicklung abgekoppelt wurden. Damit muss Schluss sein."
Mit rund 14,5 Prozent Einkommenszuwachs in den vergangenen zehn Jahren konnten noch nicht einmal die jährlichen Preissteigerungen aufgefangen werden. Der allgemeinen Einkommensentwicklung, die seit 1999 eine Steigerung um 21 Prozent erfahren hat, hinkt der öffentliche Dienst um fast 7 Prozent hinterher.
In ihrem Koalitionsvertrag vertreten CDU und FDP "das Leitbild eines leistungsabhängigen, bürgerorientierten und flexiblen öffentlichen Dienstes."
"Das vertritt der VBE auch", so Beckmann. "Die Leistungen, die erbracht werden, müssen aber auch ihre finanzielle Entsprechung finden. Wer immer wieder eine Qualitätssteigerung der schulischen Arbeit fordert, muss die Arbeit von Lehrerinnen und Lehrern auch entsprechend würdigen. Eine solche Würdigung darf sich nicht nur in Sonntagsreden ausdrücken, sondern muss auch im Portemonnaie der Beschäftigten ankommen. "
Der VBE fordert alle Beschäftigten auf, sich an Aktionen zu beteiligen, falls die Arbeitgeber nicht spätestens in der zweiten Verhandlungsrunde am 26. Januar ein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen. Der VBE wird entsprechende Aktivitäten unterstützen und bündeln.
"Lehrerinnen und Lehrer sollten in Alarmbereitschaft sein", so Beckmann abschließend. "Ob Beamte oder Tarifbeschäftigte – es geht uns alle an. Nur gemeinsam sind wir stark."
Keine Kommentare vorhanden