Zur Reform des Vorbereitungsdienstes für Lehrerinnen und Lehrer
"Der VBE trägt die Reform des Vorbereitungsdienstes für Lehrerinnen und Lehrer mit", erklärt der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann. "Wichtig ist vor allem, dass es bei einer Dauer von 18 Monaten bleibt und die von der Vorgängerregierung geplante weitere Verkürzung nicht umgesetzt wird."
09.05.2011 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRWDass der Blick in der zweiten Ausbildungsphase stark auf die Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit gerichtet sein wird, hält der VBE für wichtig und richtig. Professionalität macht sich im Lehrerberuf nicht ausschließlich an Fachwissen fest, sondern auch z.B. an der Fähigkeit zur kritischen Reflexion der eigenen Arbeit im Team oder der Fähigkeit, zwischen der Berufsrolle und der eigenen Person trennen zu können.
Der VBE sieht allerdings ein Problem darin, dass Referendarinnen und Referendare auch weiterhin zu bedarfsdeckendem Unterricht herangezogen werden sollen.
"Natürlich gehört es auch zur Ausbildung, dass angehende Lehrerinnen und Lehrer ohne Begleitung bzw. Beobachtung unterrichten lernen", so Beckmann. "Die zweite Ausbildungsphase ist und bleibt aber Ausbildungszeit und sollte nicht dazu da sein, fehlende Lehrerinnen und Lehrer zu ersetzen."
Mit der Reform des Vorbereitungsdienstes und zusätzlich dem neuen Eignungspraktikum in der ersten Phase der Ausbildung kommt einiges auf die Schulen zu. Sie müssen auch dementsprechend mit Personal versorgt werden, um diese neuen Aufgaben bewältigen zu können. Das ist bisher nicht gesichert.
Keine Kommentare vorhanden