RLP: MINT-Regionen und Projekte werden landesweit gefördert
MINT-Festivals, virtuelle Experience Rooms, 3D-Druck und Programmierung – auch in diesem Jahr werden die vielfältigen MINT-Angebote in Rheinland-Pfalz durch die Förderung von MINT-Regionen und Projekten unterstützt.
27.04.2026 Rheinland-Pfalz Pressemeldung Ministerium für Bildung Rheinland-PfalzDurch den Beitritt des Frauenministeriums (MFFKI) zur bisherigen Kooperation der Ministerien für Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Umwelt können in diesem Jahr regionale MINT-Initiativen mit über 210.000 Euro gefördert werden. Insgesamt kooperieren in den geförderten Projekten landesweit 400 MINT-Akteurinnen und -Akteure. Durch die geplanten Angebote sollen in diesem Jahr über 4.000 Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz erreicht werden.
In den geförderten Regionen und Projekten arbeiten Kooperationspartnerinnen und -partner aus Schulen, Hochschulen, Unternehmen, Kommunen und außerschulischen MINT-Lernorten wie Makerspaces und Schülerforschungszentren Hand in Hand. Sie leisten damit einen wichtigen Beitrag junge Menschen für MINT zu gewinnen und tragen somit zur Fachkräftesicherung bei.
Im Sinne der Bildungsgerechtigkeit sind alle geförderten Angebote kostenlos und bieten niedrigschwellige Zugänge zu allen MINT-Bereichen. Angebote wie Makerspaces, Schülerforschungszentren und MINT-Workshops machen MINT direkt erlebbar, ebenso wie direkte, praxisorientierte Einblicke in Unternehmen und deren Ausbildungsangebote. Darüber hinaus lernen die Schülerinnen und Schüler vor Ort den Betrieb, Funktion und Bedeutung von Photovoltaik- und Biogasanlagen für die regionale Energiegewinnung kennen. In einem weiteren innovativen Projekt zwischen einer Hochschule und einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung und Sprache wird darüber hinaus der praxisorientierte Einsatz von 3D-Druck sowie das Programmieren mit Lego Spike oder IT2School in einer Förderschule umgesetzt.
„Mit dem kontinuierlichen Ausbau unserer MINT-Regionen und Projekte können Schülerinnen und Schüler in ganz Rheinland-Pfalz in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik Kompetenzen praxisnah erwerben. Damit schaffen wir im Rahmen unserer übergreifenden Strategie Impulse und Begeisterung für die Berufe der Zukunft – insbesondere auch bei Mädchen. So leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung“, sagt Bildungsminister Sven Teuber.
„Für die Innovationen der Zukunft brauchen wir die Kenntnis mathematisch-naturwissenschaftlicher Zusammenhänge sowie ein zunehmend vernetztes Denken. MINT-Kompetenzen schaffen hierfür die Basis, indem sie junge Menschen früh für Technik und Wissenschaft begeistern und zentrale Fähigkeiten wie strukturiertes Denken, Kreativität und Problemlösung fördern. Absolventinnen und Absolventen von MINT-Ausbildungs- und -Studiengängen sind gefragte Technologieexperten, ihnen eröffnen sich hervorragende Karrierechancen und die Möglichkeit, an den großen Zukunftsfragen unserer Zeit mitzuwirken“, erklärt Wissenschaftsminister Clemens Hoch.
„MINT-Berufe sind Schlüsselbereiche für die Zukunft unserer Gesellschaft. Daher ist es unerlässlich, insbesondere Mädchen frühzeitig für diese Felder zu begeistern und ihnen durch geeignete Bildungsangebote und Vorbilder den Einstieg zu erleichtern. Genau hier setzt die MINT-Initiative an: Sie eröffnet Mädchen kostenfrei und niedrigschwellig Einblicke in MINT-Felder und gibt wertvolle Impulse für ihre spätere Berufswahl“, stellt Frauenministerin Katharina Binz fest.
Die geförderten regionalen Strukturen leisten einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung, insbesondere im Bereich der Berufsausbildung. Sie schaffen Verbindungen zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen und eröffnen jungen Menschen frühzeitig konkrete Perspektiven.
„Ich sehe, wie viel Engagement in unseren MINT-Regionen steckt – und wie früh dort Interesse geweckt wird. Schülerinnen und Schüler bauen, tüfteln, probieren aus – und merken dabei: Das könnte mein Weg sein. Genau das ist entscheidend. Denn ich höre aus vielen Gesprächen mit Betrieben im Land sehr klar: Der Bedarf an qualifizierten Fachkräften - gerade im MINT-Bereich - ist hoch. Deshalb stärken wir diese Strukturen gezielt. Wir wollen, dass aus Neugier konkrete Perspektiven werden – in der dualen Ausbildung genauso wie im Studium. So entsteht ein starkes Fachkräftenetzwerk, das unsere Wirtschaft langfristig trägt“, sagte Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt.
Das seit 2022 in die Kooperation eingestiegene Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität fokussiert in seiner Kooperation die passende Schnittstelle zwischen der MINT-Bildung und dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung, Klima- und Umweltschutz. „MINT-Bildung ist einer der Schlüssel, um dem Klimawandel zu begegnen, etwa durch Innovationen beim Recycling von Ressourcen, beim Einsatz von KI im Artenschutz oder bei der Weiterentwicklung unserer Stromnetze. In der Schule wird hier ein entscheidender Grundstein gelegt. Wer weiß, dass man mit Mathe, Informatik, Naturwissenschaft und Technik, dazu beitragen, unsere Lebensgrundlagen zu retten, möchte vielleicht bald noch mehr darüber erfahren und etwas bewirken und erkennt sowohl Sinn als auch einen praktischen Nutzen dieser Fächer,“ so Klimaschutzministerin Katrin Eder.
Die ausgewählten Projektträger werden seitens der landeseigenen MINT-Geschäftsstelle zu inhaltlichen und fördertechnischen Fragen über die gesamte Projektlaufzeit hinweg beraten und durch ergänzende Qualifizierungs- und Wissenstransferangebote unterstützt. Informationen zu allen geförderten Regionen und Projekten erhalten Sie bei der MINT-Geschäftsstelle Rheinland-Pfalz unter https://mint.rlp.de/fileadmin/mint/Gefoerderte_MINT_Regionen_u._Projekte_2026.pdf.
Folgende MINT-Regionen werden gefördert:
- MINT-Region Trier - MINT Experience Room (Projektträger: Hochschule Trier, Fachbereich Technik, Labor für Digitale Produktentwicklung und Fertigung)
- MINT-Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald plus (Projektträger: Hochschule Trier, Umwelt-Campus Birkenfeld)
- MINT-Region Eifel (Projektträger: Naturpark Nordeifel e. V., Schülerforschungszentrum Prümer Land)
- MINT-Region Neustadt an der Weinstraße (Projektträger: Stadtverwaltung Neustadt an der Weinstraße)
- MINT-Region Worms (Projektträger: MINTeinander Worms e.V.)
- MINT-Region Soonwald-Nahe (Projektträger: Technische Hochschule Bingen)
Folgende MINT-Projekte erhalten ebenfalls eine Förderung:
- MINT-Projekt: „MINT-gedacht – forschen im Reallabor“ (Projektträger: Universität Koblenz, Fachbereich 3: Mathematik/Naturwissenschaften; Mathematisches Institut)
- MINT-Projekt: „Klimaschutz und Nachhaltigkeit für junge Entdeckerinnen - Gendersensibles BNE-Projekt für Schülerinnen von 10-14 Jahren“ (Projektträger: Universität Koblenz, Forschungsstelle Wissenstransfer)
- MINT-Projekt: „MINT ganzheitlich erleben und erproben“ (Projektträger: RPTU Kaiserslautern-Landau, Stabsstelle Universitätskommunikation)
Folgende MINT-Projekte zur Förderung von Mädchen und jungen Frauen erhalten ebenfalls eine Förderung:
- MINT-Projekt: „Gender und MINT: Perspektiven für chancengerechte Lehre“ (Projektträger: Universität Koblenz).
- MINT-Projekt: „FINE – Forschen durch interaktives Entdecken - Bildungsprojekt für Grundschulkinder zur Förderung mathematischer Kompetenzen“ (Projektträger: Universität Trier)
- MINT-Projekt: „MINT-Mädchen am Umweltcampus: Erfolgstories und Inspirationen aus der (Hoch-) Schule“ (Projektträger: Hochschule Trier)
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