Appell

Psychische Gesundheit und Bildung von Kindern nachhaltig stärken

Am Weltkindertag 2026 zum Motto „Starke Kinder, starke Zukunft!“ lenkt der BDP den Blick auf die vielfältigen Herausforderungen, mit denen Kinder heute aufwachsen, und macht deutlich, wie wichtig eine Stärkung der mentalen Gesundheit und Bildung für eine gesunde Entwicklung von Kindern und Jugendlichen ist.

16.09.2026 Bundesweit Pressemeldung Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP)
  • Ein Junge sitzt niedergeschlagen auf dem Boden einer Turnhalle und hält einen Basketball. © Adobe Stock Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) fordert, psychische Gesundheit und Bildung als wichtige Ressourcen für Kinder und Jugendliche ernst zu nehmen.

Globale und nationale Dauerkrisen und Herausforderungen wie der Klimawandel, Kriege, soziale Ungleichheit oder eine zunehmende gesellschaftliche Spaltung führen laut aktueller COPSY-Studie, die seit 2020 die Folgen der COVID-19-Pandemie sowie weiterer Krisen auf die psychische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen untersucht, zu einer immer stärkeren psychischen Belastung gerade auch junger Menschen in Deutschland.

Laut Deutschem Schulbarometer 2025/26 nehmen psychische Belastungen von Kindern und Jugendlichen erstmals seit der Corona-Pandemie wieder zu. Und nicht alle Kinder haben dieselben Startchancen. Gesellschaftliche Herausforderungen wie Kinderarmut oder Migration wirken sich oft schon im frühkindlichen Alter aus, häufig verbunden mit einem bedeutenden Einfluss auf die gesamte spätere Entwicklung und Lebensgestaltung. Auch bei den Beteiligungschancen von Kindern sehen aktuelle Studien große Unterschiede.

Alarmierend ist zudem die aktuelle PISA-Studie mit den schlechtesten Ergebnissen für deutsche Schüler*innen seit Beginn der Erhebung in den grundlegenden Fächern und Basiskompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Hinzu kommen Entwicklungen wie die Zunahme psychischer Störungen bei Heranwachsenden im Zusammenhang mit der Nutzung digitaler Medien.

Die vielfältigen Belastungen münden immer häufiger in psychischen Erkrankungen wie Angststörungen oder Depressionen, sozialer Deprivation oder der Entwicklung von Suchterkrankungen und es fällt jungen Menschen zunehmend schwer, positive Zukunftsperspektiven zu entwickeln.

Seit vielen Jahren macht sich der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) auf gesellschaftspolitischer Ebene daher stark für den Schutz und die Rechte von Kindern und Jugendlichen. Und sagt auch jetzt deutlich: Es ist höchste Zeit zu handeln.

Hier sind Politik und Gesellschaft gleichermaßen gefragt. Psychische Gesundheit und Bildung sind wichtige Ressourcen, damit Kinder und Jugendliche Mut, Zuversicht und persönliche Perspektiven entwickeln und sich den Herausforderungen von morgen stellen können. Lasst uns gemeinsam dafür einstehen, dass junge Menschen die notwendige Unterstützung erhalten. Das ist die Grundlage für die Zukunftsfähigkeit unserer Gesellschaft.

„Gerade die Psychologie als Profession kann Kinder und Jugendliche in den unterschiedlichen Lebensphasen bei der Stärkung ihrer psychischen Gesundheit und Resilienz unterstützen sowie auch u. a. Erziehungsberechtigte, pädagogisches Personal oder Bildungseinrichtungen beratend begleiten“, erläutert BDP-Präsidentin Thordis Bethlehem und erklärt weiter „dafür braucht es den Ausbau niedrigschwelliger psychologischer und psychotherapeutischer Unterstützungsangebote, gezielte frühkindliche Bildungsförderung und die Umsetzung gemeindepsychologischer Grundlagen sowie den Ausbau schulpsychologischer Strukturen.“


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