Das DJI im Profil
Das Deutsche Jugendinstitut e.V. wurde auf Beschluss des Deutschen Bundestages gegründet. Es entstand 1963 aus dem Deutschen Jugendarchiv in München und dem Studienbüro für Jugendfragen in Bonn. Heute ist es bundesweit das größte außeruniversitäre sozialwissenschaftliche Forschungsinstitut im Bereich Kinder, Jugendliche, Frauen und Familien.
Über 140 wissenschaftliche MitarbeiterInnen untersuchen langfristig und systematisch die Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen, Frauen und Familien sowie darauf bezogene öffentliche Angebote zu ihrer Unterstützung und Förderung.
Das DJI hat seinen Sitz in München und eine Außenstelle in Halle. Der Etat wird überwiegend aus Mitteln des Bundes finanziert. Weitere Zuwendungen kommen von den Ländern, der Europäischen Kommission und von Institutionen der Wissenschaftsförderung. Träger des Instituts ist ein gemeinnütziger Verein mit Mitgliedern aus Politik, Wissenschaft, Verbänden und Institutionen der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.
Die Palette der langfristig angelegten Projekte (Dauerbeobachtung und Social Monitoring) umfasst Themen der Kinder-, Jugend-, Familien- und Geschlechterforschung sowie der Jugendhilfe. Parallel werden Studien zu aktuellen gesllschaftspolititschen Entwicklungen und Problemlagen durchgeführt. Das DJI entwickelt, begleitet und evaluiert auch Modellvorhaben. Auf der Grundlage dieser Forschungsergebnisse berät das DJI Politik und Praxis der Kinder-, Jugend- und Familienhilfe.
Das DJI veranstaltet Tagungen für Fachleute aus der pädagogischen Praxis und der Sozialverwaltung sowie für PolitikerInnen, JournalistInnen und WissenschaftlerInnen. Darüber hinaus wirkt es bei den Jugend- und Familienberichten der Bundesregierung mit.
Im Unterschied zur universitären Forschung liegt das Arbeitsgebiet des DJI im Spannungsfeld von Wissenschaft, Politik und Praxis. Hier wird nicht nur geforscht. Genauso wichtig ist dem DJI sein Informations-, Service- und Beratungsauftrag, d.h. es stellt sozialpolitisch relevante Daten und Orientierungshilfen für Politik und Praxis bereit.
Mehr als 90.000 Bücher und rund 500 Zeitschriften stehen Interessierten in der Präsenzbibliothek in München zur Verfügung. Aktuelle Projekte und Forschungsergebnisse werden in zahlreichen Publikationen sowie Arbeits- und Projektmaterialien vorgestellt. Und in jüngerer Zeit sind die Online-Datenbanken sowie die Internetseiten des DJI hinzugekommen. Hier können sich nicht nur Fachleute und JournalistInnen gezielt und umfassend zu bestimmten Fragestellungen informieren.
www.dji.de/
Ein Aufwachsen in Armut hat gravierende Folgen für die Entwicklung von Kindern. Dies lässt sich anhand der Daten des Deutschen Jugendinstituts (DJI), die im Rahmen einer Langzeitstudie seit dem Jahr 2000 erhoben wurden, differenziert für folgende Bereiche nachweisen: soziale Teilhabe, Persönlichkeit, Schulleistungen und kindliches Wohlbefinden. Um der Gefahr entgegen zu wirken, dass Kinder aufgrund der ökonomischen Lage der Eltern sozial ausgeschlossen werden, bedarf es einer möglichst frühen und nachhaltigen Unterstützung - insbesondere durch die Kommunen.
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01.11.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Viele Jugendliche mit Migrationshintergrund gehören zu den Verlierern in unserer Gesellschaft. Einige reagieren darauf mit einer kulturellen Abgrenzung, einer Betonung kultureller Unterschiede zwischen ihrer Gruppe und der Mehrheit. Ein Projekt des Deutschen Jugendinstituts stellt nun fest, dass diese kulturelle Distinktion nicht automatisch ein Zeichen von Integrationsunwilligkeit oder Desintegration sein muss. Entscheidend für eine gelingende Integration ist vielmehr der möglichst zeitnahe und reibungslose Übergang von der Schule in eine Ausbildung oder einen Beruf. Und dafür braucht es in erster Linie gute strukturelle Rahmenbedingungen.
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02.10.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Politik für die Jugend - das bedeutet mannigfaltige Themen, unterschiedliche nationale Akzente, aber auch die Notwendigkeit europäischer Gemeinsamkeit. Die Aufgaben und Probleme der Jugend, die einer Unterstützung durch Politik bedürfen, sind vor allem: Bildung, Lebenslanges Lernen, Beschäftigung, Mobilität, soziale Benachteiligung, Integration, Rassismus, Partizipation, Information, Freiwilligenarbeit und last but not least die Selbstständigkeit junger Menschen.
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06.09.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Anders als noch vor 30 Jahren sind Familien heute äußerst dynamische und fragile Netzwerke mit zum Teil wechselnden und haushaltsübergreifenden Akteuren. Deren unterschiedlichste Bedürfnisse müssen in einem permanenten Aushandlungsprozess auf einander abgestimmt werden. Dies wird häufig erschwert durch die räumlich und zeitlich entgrenzten Strukturen moderner Erwerbsarbeit.
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06.09.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Die neuen Medien sind aus dem Alltag von Kindern und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken. Neben den damit verbundenen Chancen birgt die Nutzung von Internet und Handy für sie jedoch auch die Gefahr, Opfer sexueller Gewalt zu werden. Kinder werden heimlich gefilmt und ihre Bilder ins Netz gestellt. Pädokriminelle nutzen Chatrooms zur Kontaktanbahnung mit Minderjährigen und das Handy für verbale sexuelle Belästigungen oder zur Verbreitung pornographischer Inhalte. Das am DJI angesiedelte Informationszentrum Kindesmisshandlung / Kindesvernachlässigung (IzKK) hat gemeinsam mit Fachleuten verschiedener Bereiche erarbeitet, wie dieser neuen Herausforderung zu begegnen ist.
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01.08.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Die Hauptschulen in Deutschland sind im Begriff, ihren ehemaligen "Volksschul"-Charakter zu verlieren und zur "Restschule" zu werden. Die HauptschülerInnen leiden unter dem Stigma der Abwertung und Ausgrenzung. Lösungswege, um dieser problematischen Entwicklung entgegenzuwirken, sehen aufgrund der föderalen Struktur des deutschen Bildungswesens sehr unterschiedlich aus. Einige Länder haben die Hauptschule ganz abgeschafft, andere entwickeln innovative Konzepte für deren Verbesserung - beispielsweise wie in Bayern durch eine flächendeckende Umwandlung in Ganztagsschulen.
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02.07.2007
Pressemeldung
Schule
Durch das Investitionsprogramm "Zukunft Bildung und Betreuung" ist der bundesweite Auf- und Ausbau der Ganztagsschulen in Gang gekommen, mit dem vielfältige Hoffnungen verbunden werden: eine Verbesserung des Leistungsniveaus der Schüler/innen, eine gezielte individuelle Förderung, eine bessere Integration von Kindern mit Migrationshintergrund und aus bildungsfernen Schichten, eine attraktive thematische Ergänzung einer weitestgehend unterrichtszentrierten Halbtagsschule, eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf - um nur einige Erwartungen zu nennen. Dieser Beitrag stellt erste Ergebnisse der "Studie zur Entwicklung von Ganztagsschulen" (StEG) vor.
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28.06.2007
Pressemeldung
Schule
750 000 Betreuungsplätze für Kinder unter drei Jahren sollen bis 2013 bereitgestellt werden - so ist der Plan. Aber Zahlenspiele allein genügen nicht. Kindertagesstätten und Tagespflege sind keine "Parkplätze" für den Nachwuchs, sondern wichtige Stationen sozial- emotionaler Entwicklung sowie frühkindlicher Bildungsprozesse. Wenn diese wertvolle Zeit im Sinne der Kinder gut genutzt sein soll, müssen nicht nur die Rahmenbedingungen stimmen. Auch die Menschen, die sich um die Kleinsten kümmern, müssen auf diese verantwortungsvolle Aufgabe ausreichend vorbereitet sein. In unserem Bildungssystem gilt jedoch häufig: Je jünger die Kinder, desto geringer die Qualifikation des Personals.
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01.06.2007
Pressemeldung
Frühe Bildung
Sozialberichterstattung über Kinder will regelmäßig, rechtzeitig und systematisch Informationen über deren Lebensbedingungen zur Verfügung stellen. Auch das DJI-Kinderpanel hat sich dieser Aufgabe verschrieben.
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11.05.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft
Misshandelte, verhungerte und getötete Kinder - mitten in Deutschland. Schreckensmeldungen wie diese lassen schnell Forderungen nach einem vehementeren und vor allem früheren Eingreifen der zuständigen Stellen laut werden. Wie aber kann ein verbesserter Kinderschutz auf dem schmalen Grat zwischen zu viel Kontrolle und zu wenig Unterstützung gewährleistet werden? Das DJI hat in einer Kurzevaluation unterschiedliche Präventionsprogramme unter die Lupe genommen und auf ihre Wirksamkeit hin untersucht.
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02.05.2007
Pressemeldung
Bildung und Gesellschaft