Abitur nicht höher einstufen als Berufsausbildung
(red/pm)) Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag hat die Länder aufgefordert, das Abitur beim Deutschen Qualifikationsrahmen nicht höher einzustufen als eine Berufsausbildung.
10.11.2011 ArtikelEine solche Herabstufung würde die Anstrengungen konterkarieren, mehr junge Menschen für eine betriebliche Ausbildung zu gewinnen. Für die Fachkräftesicherung wäre das ein Bärendienst, heißt es.
Anlässlich des Treffens der Partner des Nationalen Ausbildungspaktes – ein Jahr nach Verlängerung des Paktes bis 2014 – erklärte der DIHK, die Paktpartner konzentrierten sich angesichts des Bewerberrückgangs darauf, alle Potenziale zu erschließen – bei leistungsschwachen und bei leistungsstarken Jugendlichen. Hierzu würden Bundesregierung und Wirtschaft auch verstärkt die Attraktivität der dualen Ausbildung bewerben.
Die Kultusministerkonferenz hatte am 21. Oktober in Berlin beschlossen, das deutsche Abitur künftig auf Stufe fünf einer insgesamt achtstufigen EU-weiten Werteskala (EQR) einzuordnen. Der Abschluss in einer beruflichen Ausbildung soll hingegen in der Regel nur auf Stufe vier rangieren. Nur "anspruchsvolle" Berufsabschlüsse – etwa in der Gesundheitsbranche – sollen auf Stufe fünf dem Abitur gleichgestellt werden. Zu ihrer nächsten Sitzung Anfang Dezember haben die Kultusminister zu einem "offenen Gespräch" eingeladen.
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