GEW M-V

Ausbildung von Fachkräften in Kita und Jugendarbeit muss gesichert werden!

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) fordert seit Langem eine verlässliche Planung der Ausbildung von pädagogischen Fachkräften.

30.01.2014 Pressemeldung GEW Mecklenburg-Vorpommern

"Wir wissen um den steigenden Fachkräftebedarf in Kitas und anderen Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Immer häufiger klagen die Arbeitgeber über sinkende Bewerberzahlen. Die Landesregierung muss jetzt endlich handeln und eine verlässliche Planung vorlegen, nur auf einer solchen Grundlage kann man vernünftig die Ausbildung in Fach- und Hochschulen planen", so die GEW-Vorsitzende Annett Lindner.

Einer GEW-Studie zufolge werden bis 2015 jährlich rund 400 Erzieherinnen und Erzieher in den Kitas benötigt. Blickt man zehn Jahre weiter, werden es sogar 500 sein. "Wir müssen jetzt beginnen, die Ausbildung nicht mehr nach Kassenlage zu strukturieren, sondern nach tatsächlichen Bedarfen. Die öffentlichen Fachschulen wie auch die in freier Trägerschaft berichten davon, dass sie mehr Bewerberinnen und Bewerber haben als sie aufnehmen können. Auf der anderen Seite benötigen wir diese als Fachkräfte. Jetzt ist es an der Zeit, endlich die Kapazität in dieser Berufsausbildung zu erhöhen. Und zwar in der regulären, fachschulischen Ausbildung genau so wie in der berufsbegleitenden", so die Gewerkschafterin.

Die GEW unterstützt eine Ausbildungsplatzplanung und bietet ihre Unterstützung bei der Erstellung dieses Berichts an. Man müsse vieles in die Betrachtung mit einbeziehen: Dazu gehört die Frage, ob die Fachkräfte bei den Arbeitsbedingungen im Land bleiben; die Ausbildungsstruktur, die Finanzierung während der Ausbildung und die weiteren Qualifizierungsmöglichkeiten. "Wir fordern die Schaffung einer Ausbildung, die anschlussfähig an eine hochschulische Ausbildung ist. Eine Kooperation zwischen der Hochschule Neubrandenburg und den Fachschulen für Sozialwesen ist unbedingt notwendig", so Annett Lindner weiter.


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