Ausbildungsmarkt im Südwesten zeigt sich 2011 erholt
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Landesamtes wurden bis zum Stichtag 31. Dezember 2011 knapp 79 000 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von knapp 3 500 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen bzw. ein Plus von 4,6 Prozent (Deutschland: 565 900 Neuverträge, +1,2 Prozent). Im Jahr 2011 wurden 201 000 junge Frauen und Männer in einem der rund 350 anerkannten Ausbildungsberufe im dualen System ausgebildet.
04.04.2012 Pressemeldung Statistisches Landesamt Baden-WürttembergDa 2011 nahezu alle bedeutenden Industriebranchen der Südwestindustrie sowie das Baugewerbe eine positive Auftragsentwicklung verbuchten, machte sich das auch auf dem Ausbildungsmarkt bemerkbar. Der Anstieg von 4,6 Prozent bei den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ist insbesondere bei den zwei größten Ausbildungsbereichen "Industrie und Handel" (+6,4 Prozent) und "Handwerk" (+2,4 Prozent) erkennbar. In diesen beiden Ausbildungsbereichen werden gut 88 Prozent der neuen Ausbildungsverträge abgeschlossen.
Die größte prozentuale Steigerung mit 7,5 Prozent hatte der Ausbildungsbereich "Freie Berufe". Mit 5 600 Neuabschlüssen erreichte dieser Bereich wieder das Niveau vor der Wirtschaftskrise 2008. Der Ausbildungsbereich "Öffentlicher Dienst" verzeichnete mit 1 840 Neuabschlüssen den größten Rückgang (−11,2 Prozent) gegenüber dem Vorjahr und weist im Jahr 2011 die niedrigste Zahl an Neuabschlüssen seit 1977 auf. Die "Landwirtschaft" meldete mit −5,3 Prozent ebenfalls eine erkennbare Abnahme.
Die knapp 46 400 (+6,2 Prozent) Neuabschlüsse der männlichen Jugendlichen übertrafen das Vorjahresniveau deutlich. Vor allem im Ausbildungsbereich "Industrie und Handel" gab es eine überdurchschnittliche Steigerung mit 8,4 Prozent. Auch bei den weiblichen Jugendlichen mit rund 32 600 neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen ist eine Steigerung von 2,3 Prozent zu verzeichnen, jedoch sank der Anteil an der Gesamtzahl der Neuabschlüsse 2011 um fast einen Prozentpunkt, auf nun 41,3 Prozent.
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