Berufliche Bildung: Mehr Durchlässigkeit und Auslandsaufenthalte
(hib/BES/bikl)Die Bundesregierung will die berufliche Bildung in Deutschland den "Herausforderungen des 21. Jahrhunderts" anpassen und entsprechend modernisieren. Dazu hat sie einen Gesetzentwurf mit den Eckdaten der geplanten Novelle vorgelegt.
26.10.2004 ArtikelDen Regierungsangaben zufolge ist im Zuge der Reform vorgesehen, mehr Durchlässigkeit zwischen den Bildungswegen zu schaffen, die berufliche Bildung weiter zu internationalisieren, das Prüfungswesen zu modernisieren sowie durch eine Verschlankung der Gremien eine zügige und flexible Reaktion bei der Gestaltung von Ausbildungsregelungen zu ermöglichen und damit bestehende bürokratische Hürden abzubauen. Im Einzelnen solle es künftig möglich sein, auch im Bereich der dualen Ausbildung Auslandsaufenthalte - wie sie im Hochschulbereich üblich sind - zu absolvieren. Als alternative Prüfungsmethode solle die Möglichkeit zugelassen werden, Teile der Abschlussprüfung bereits während der Ausbildung abzulegen und für einzelne Prüfungsgegenstände gutachterliche Stellungnahmen Dritter einzuholen.
Der Bundesrat befürwortet in seiner Stellungnahme zwar grundsätzlich das Modernisierungsvorhaben der Regierung, erklärte aber, der vorliegende Gesetzentwurf greife teilweise zu kurz. Die Regierung hätte versäumt, entsprechende Vorschläge der Länder aufzugreifen.
Als kritikwürdig betrachtet die Länderkammer unter anderem das Fehlen ausbildungserleichternder Regelungen, um die Motivation der Betriebe zur Ausbildung zu erhöhen.
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