Internat. Berufsbildung

BIBB-Präsident Esser übergibt ersten GOVET-Jahresbericht

Beim "Runden Tisch Internationale Berufsbildungszusammenarbeit" in Berlin hat der Präsident des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), Prof. Dr. Friedrich Hubert Esser, den ersten Jahresbericht der Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET - German Office for international Cooperation in Vocational Education and Training) übergeben.

24.09.2015 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
  • © bikl.de

Neben den Bundesministerien waren die Spitzenvertreterinnen und -vertreter der in der Berufsbildungszusammenarbeit aktiven Institutionen anwesend. "Die zahlreichen durch GOVET bearbeiteten Anfragen zeigen, dass es eine richtige und wichtige Entscheidung war, eine Zentralstelle für die internationale Berufsbildungszusammenarbeit im BIBB einzurichten. Gleichzeitig wird das anhaltende Interesse an der deutschen dualen Berufsbildung bestätigt", sagte Esser im Rahmen der Übergabe. "Und der Runde Tisch schafft eine bisher nicht dagewesene Transparenz zwischen den deutschen Akteuren der Berufsbildungszusammenarbeit. Bei aktuellen Berufsbildungsprojekten agieren die deutschen Akteure bereits gemeinsam."

Zwei Jahre nach der Gründung von GOVET im BIBB stellt der erste Jahresbericht nun nicht nur den politischen Auftrag und die Aufgaben von GOVET, sondern vor allem Arbeitsergebnisse in den einzelnen Geschäftsfeldern vor. So konnten mit der Unterstützung durch GOVET und BIBB in den letzten zwei Jahren in den bilateralen Berufsbildungskooperationen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) beachtliche Fortschritte erzielt werden. Die in dieser Zeit verabschiedeten Berufsbildungsgesetze in den Partnerländern Italien oder Slowakei sind dafür ein guter Beweis.

Auch das Interesse aus dem Ausland an deutscher Berufsbildung wird durch den GOVET-Jahresbericht verdeutlicht: Im Berichtszeitraum beantwortete GOVET Anfragen zur Berufsbildungszusammenarbeit aus 84 Ländern; die meisten Anfragen kamen dabei aus Indien, China, Südkorea, Spanien und Kolumbien. Im gleichen Zeitraum informierten sich deutsche Akteure über 105 Länder; neben Indien, China und Spanien waren Polen und die USA die Länder, zu denen es den größten Informationsbedarf gab. Rund 40% der Anfragen an GOVET stammten von Ministerien, Botschaften, Behörden und ressortnahen Organisationen, etwa 25% aus der Wirtschaft beziehungsweise von Kammern.

Dieses breite Interesse an der Berufsbildungszusammenarbeit mit Deutschland zeigt sich auch bei den Nutzerinnen und Nutzern der GOVET-Homepage. Die Webstatistik weist allein im laufenden Jahr bereits Zugriffe aus fast 150 Staaten aus. Neben den Informationen zur Berufsbildung und Berufsbildungszusammenarbeit mit bestimmten Staaten werden die von GOVET erstellten Arbeitshilfen, wie Präsentationen zum dualen System in unterschiedlichen Sprachen, ins Englische übersetzte deutsche Ausbildungsstandards oder Informationen zu Fördermöglichkeiten bei Berufsbildungsmaßnahmen häufig nachgefragt.

Zum Hintergrund:
Die Zentralstelle für internationale Berufsbildungskooperation (GOVET) wurde im September 2013 unter Federführung des BMBF im BIBB eingerichtet. GOVET ist zentraler Bestandteil der Strategie der Bundesregierung zur Berufsbildungskooperation aus einer Hand, die 2013 der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Neben vom BMBF finanzierten Stellen arbeiten bei GOVET auch Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Auswärtigen Amtes (AA) und des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Der GOVET-Jahresbericht und weitere Informationen stehen im Internetangebot des BIBB unter www.govet.international zur Verfügung.


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