Bürgermeister und Bildungssenatorin besuchen Betriebe, die benachteiligten Jugendlichen eine Ausbildungschance geben

Bürgermeister Jens Böhrnsen und Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper haben heute (19. August 2008) die Bäckerei Ruchel und das Kaufhaus Lestra im Stadtteil Horn besucht. Diese beiden Unternehmen zeichnen sich durch herausragende Ausbildungsleistungen aus. In Kooperation mit dem Projekt Ausbildungsinitiative Bremen/Bremerhaven (AIBB), das das Bildungszentrum der Wirtschaft im Unterwesergebiet (BWU) umsetzt, werden Jugendliche gefördert, die bei der Ausbildungsplatzsuche benachteiligt sind. Es handelt sich um Altbewerber, Ausbildungsabbrecher, Jugendliche mit niedrigen Bildungsabschlüssen, mit Migrationshintergrund oder aus schwierigem sozialen Umfeld.

20.08.2008 Bremen Pressemeldung Bremen Senatorin für Wissenschaft und Häfen

Bäckermeister Peer Ruchel hat ein Herz für junge Leute, die sozial benachteiligt sind. Drei seiner sechs Auszubildenden sind vom BWU vermittelt worden. Unter ihnen Adrian Grenkowski. "Ich habe viel Pech gehabt", sagt der junge Mann, der Bäcker werden will. Er hat einen erweiterten Hauptschulabschluss abgelegt, insgesamt 200 Bewerbungen geschrieben und 100 Handwerksbetriebe angerufen. Erfolglos. So lange, bis er zum BWU fand. Inse Koch wurde seine Betreuerin, sie rief bei Bäckermeister Ruchel an. "Am nächsten Tag konnte ich bereits anfangen", sagt der 23-Jährige. Auch Anna Konieczko und Mandy Schulz sind froh, hier einen Platz gefunden zu haben. Sie hatten bereits die Ausbildung als Konditorinnen begonnen, waren aber nach der Probezeit als "zu langsam" gefeuert worden. Das kann der engagierte Bäckermeiser Ruchel gar nicht verstehen. "Die beiden leisten erstklassige Arbeit, die Schnelligkeit kommt doch erst mit der Erfahrung", sagt er. Bürgermeister Jens Böhrnsen und Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper dankten Ruchel für sein Engagement und lobten die Zusammenarbeit mit dem BWU. "Gut, dass sie zueinander gefunden haben", sagte Böhrnsen.

Im Kaufhaus Lestra wurden 15 der 17 Auszubildenden über das BWU vermittelt, auch sie gehören zu benachteiligten Bewerbern. "Wir brauchen in unserer Branche dringend Nachwuchs", sagt Geschäftsführer Cornelius Stangemann. Das Kaufhaus, das zu keiner Kette gehört, bietet 90 000 Produkte an. "Bei uns ist Kreativität bei der Präsentation gefragt", sagt der Lestra-Geschäftsführer. Die Auszubildenden müssten sich in die Anforderungen des reichhaltigen Sortiments einarbeiten. Ohne die Unterstützung des BWU, das mit den Jugendlichen Verträge schließt, könnte Lestra nur höchstens acht Auszubildende beschäftigen. Von der Kooperation haben somit beide Seiten etwas. Makfuhza Umorova-Rzaney ist aus Usbekistan und hat einen einjährigen Sohn. Ihr macht die Arbeit an der Käsetheke großen Spaß. Sie ist froh, diese Chance bekommen zu haben. Bürgermeister Jens Böhrnsen und Bildungssenatorin Renate Jürgens-Pieper zeigten sich beim Rundgang beeindruckt von der Größe des Kaufhauses und dem Engagement der Jugendlichen, die als Team wie eine große Familie wirken.


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