Brandenburg

Chancen für den Start ins Arbeitsleben für junge Menschen mit Behinderungen verbessern

Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen und sonderpädagogischem Förderbedarf sollen auch künftig beim Übergang von der Schule in das Arbeitsleben stärker unterstützt werden. Arbeitsminister Günter Baaske, Bildungsstaatssekretär Burkhard Jungkamp und Dieter Wagon, Vorsitzender der Geschäftsführung der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit, verlängerten dafür heute in Potsdam eine Kooperationsvereinbarung mit konkreten Beratungs- und Förderangeboten.

21.08.2013 Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Seit dem Schuljahr 2011/2012 wird damit die Umsetzung der Bund-Länder-Initiative Inklusion Berufsorientierung für Brandenburg geregelt. Die zweijährige Unterstützung kann jetzt auch im neuen Schuljahr 2013/2014 erfolgen. Geför-dert wird die Initiative Inklusion aus Mitteln des Ausgleichsfonds durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Zu den Kernelementen des angebotenen Berufsorientierungsverfahrens für schwerbehinderte Schülerinnen und Schüler insbesondere mit sonderpädagogischem Förderbedarf (wie geistige oder körperlich-motorische Entwicklung) gehören zum Beispiel eine Kompetenzanalyse, betriebliche Praktika mit intensiver Begleitung und Auswertung, Berufswegekonferenzen mit dem Ziel des Überganges von der Schule in eine Ausbildung bzw. in eine Beschäftigung. Sie werden zwei Jahre gefördert, von der Vorabgangsklasse bis zum Schulabschluss und dem Übergang in das Berufsleben.

Bisher haben sich über 430 Schülerinnen und Schüler mit Behinderungen an der zweijährigen Berufsorientierungsmaßnahme beteiligt. Am Ende des ersten Durch-gangs am 20. Juni 2013 haben 169 von ihnen die Maßnahme abgeschlossen und die Schule verlassen. 21 konnten direkt nach der Schule eine Ausbildung beginnen, 29 nehmen an einer berufsvorbereitenden Maßnahme teil, 10 Schulabgängerinnen und Schulabgänger beginnen eine Unterstützte Beschäftigung. Weniger als ein Drittel wechselte in eine Werkstatt für behinderte Menschen. Baaske: "Das sind sehr erfreuliche Ergebnisse. Der Übergang von der Schule in das Arbeitsleben der Schülerinnen und Schuler mit Behinderungen hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich verbessert. Deswegen verlängern wir diese Initiative. Unser Ziel ist es, diese besondere Förderung der Berufsorientierung auch in den nächsten Jahren in Brandenburg anzubieten. Viele Menschen mit Behinderungen brauchen eine besondere Unterstützung, damit sie eine Chance für eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben. Das wollen wir landesweit ermöglichen. Denn jeder Mensch hat ein Recht auf Arbeit.

Jungkamp: "Schülerinnen und Schüler brauchen beim Übergang von der Schule in den Beruf unsere Unterstützung und Begleitung für Jugendliche mit Behinderungen oder mit sonderpädagogischem Förderbedarf gilt das in besonderem Maße. Gemeinsam mit den Integrationsfachdiensten, Lehrerinnen und Lehrern und den Arbeitsagenturen unterstützen wir die Jugendlichen mit Behinderungen während der letzten beiden Schuljahre intensiv bei der beruflichen Orientierung, damit sie bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Wagon: "Wir haben gute Arbeit geleistet. Nun gilt es, dieses Modell in Brandenburg fest in das Angebot von Berufsorientierungsmaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit Behinderung zu verankern. Nur so wird es uns noch besser gelingen, ihre individuellen Fähigkeiten und Fertigkeiten zu bilden, zu fördern und unbedingt für die Betriebe zum Beispiel mit Unterstützter Beschäftigung nutzbar zu machen. Die Initiative Inklusion ist eine zentrale Maßnahme von Bund und Ländern zur Um-setzung der Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen der Vereinten Nationen und wird von den Ländern im Zeitraum 2011 bis 2018 umgesetzt. Zur Förderung der Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeits-leben stehen dafür bundesweit 100 Millionen Euro aus dem Ausgleichsfonds zur Verfügung. Brandenburg erhält nach dem Verteilungsschlüssel zum Finanzaus-gleich zwischen den Integrationsämtern der Länder davon 2,8 Millionen Euro. Der Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben ist eine zweckgebundene Vermögensmasse aus Mit-teln der Ausgleichsabgabe und wird vom Bundesministerium für Arbeit und Sozia-les verwaltet. Vorschläge zur Mittelvergabe unterbreitet der Beirat für die Teilhabe behinderter Menschen. Die Ausgleichsabgabe müssen Arbeitgeber mit mindestens 20 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten zahlen, die nicht auf wenigstens fünf Prozent ihrer Arbeitsplätze schwerbehinderte Menschen beschäftigen.


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