Chancen für innere und äußere Schulreform nutzen!

"Der von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen heute im Ausschuss für Schule und Weiterbildung vorgelegte Änderungsantrag zum Schulgesetzentwurf wird vom VBE ausdrücklich unterstützt", erklärt Udo Beckmann, Vorsitzender der Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE NRW). "Der Landtag sollte diesem Antrag folgen, um den Schulträgern flexible Möglichkeiten zur Schaffung von Schulverbünden zu eröffnen."

15.06.2006 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband NRW

Der vorgelegte Antrag (Drucksache 14/1572) formuliert die Möglichkeit, bei der Gründung von Schulverbünden alle weiterführenden Schulformen einzubeziehen. Damit geht er deutlich über die eingeschränkten Möglichkeiten des Schulgesetzentwurfs der Landesregierung hinaus. Der VBE ist mit der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen einer Meinung, dass diese im Antrag formulierten Möglichkeiten die Befugnisse der kommunalen Schulträger stärken würden, ihr Schulangebot flexibel zu organisieren. Die Schulträger hätten damit die Möglichkeit, trotz sinkender Schülerzahlen ein vollständiges Bildungsangebot aufrechterhalten zu können.

"Dass die Fraktion der Grünen ausdrücklich das vom VBE vorgelegte Modell der Allgemeinen Sekundarschule als zukunftsfähiges Schulstrukturmodell in diesen Antrag aufgenommen hat, freut den VBE", so Beckmann weiter. "Somit erhalten die kommunalen Spitzenverbände, die sich bereits klar für ein Erproben dieses Modells eingesetzt haben, deutliche Unterstützung aus dem Bereich der Politik."

Der VBE fordert den Landtag auf, diesem Antrag zu folgen und im Schulgesetz eine Experimentierklausel zu verankern, um das Modell der Allgemeinen Sekundarschule erproben zu können. Es handelt sich bei diesem Modell um eine organisatorische, pädagogische und schulrechtliche Einheit, in der ein Lehrerkollegium für alle Kinder von Klase 5 bis einschließlich Klasse 10 verantwortlich ist und kein Kind abgeben kann.

"Dieses Strukturmodell wäre nicht nur eine große Hilfe für die Schulträger", so Beckmann abschließend. "Es wäre auch ein pädagogischer Fortschritt, weil es die frühe Festlegung von Kindern auf bestimmte Bildungsgänge nicht vorsieht und deshalb auch die dabei zwangsläufig auftretenden Fehlentscheidungen und Schulformwechsel verhindern kann."


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