Der Lehrerfortbildung auf der Spur

Neue Ideen, innovative Unterrichtskonzepte und der Mut, Schule, Unterricht und Leben in einen neuen Kontext zu setzen, sind spannende Wegbereiter für grundlegende Reformen im Schulsystem. Berufsbegleitende Fort- und Weiterbildungs-Angebote für Pädagogen werden daher ein immer wichtig werdender Bestandteil der Lehrerausbildung. Doch wer regelt sie? Was sind die Themen? Welche Formen gibt es? Wer sind die Träger? Und: Was muss die Lehrerausbildung leisten?

20.06.2005 Pressemeldung Cornelsen Verlag GmbH

Nicht nur Rechnen und Schreiben lehren: Neue Themen in der Fortbildung

Lehren und Lernen sind im Wandel. Die traditionellen Rollen von Lehrenden und Lernenden ändern sich und damit auch die Leistungsanforderungen: Ein Blick in das Inhalteangebot der Fort- und Weiterbildungsanbieter zeigt deutlich die Richtung an: Seminare wie Coaching, Frauen auf dem Weg in die Führung oder Kreatives Selbstmanagement sind Themen, die ursprünglich in wirtschaftlichen Unternehmen angesiedelt waren. Der dynamische Wandel von Lehren und Lernen wird nicht nur im Fachlichen erkennbar. Lehrkräfte werden zu Ansprechpartnern in Erziehungsfragen, müssen mit familiären Problemen der Schüler oder mit Gewalt an Schulen umgehen. Daher gehören auch Themen wie Professionelle Gesprächsführung oder Elterngespräche ins Angebotsportfolio.

Wie ist die Lehrerfortbildung organisiert?

Planung und die Angebotsentwicklung von Lehrerfortbildungen findet auf verschiedenen Ebenen statt: Aufgrund der föderalen Struktur der Bundesrepublik Deutschland haben die Länder die Kulturhoheit. Auf dieser ersten Ebene sind Landesinstitute entstanden, die die Fortbildung regeln. Diese delegieren die Fortbildungsveranstaltungen an die zweite Ebene, die regionalen Stellen des Oberschulamtes oder Schulaufsichtsbezirks. Die nachfolgenden Referenten der dritten Ebene haben die Aufgabe, die Fortbildungen eng an die Curricular der Schulen anzulehnen, damit eine Regionalisierung der Angebote zustande kommt. Auf der vierten Ebene ist die Lehrerfortbildung in Einzelschulen oder Schulkooperationen als Ergänzung, Konkretisierung oder Alternative angesiedelt. Zunehmend werden die Schulen bei der Fortbildungskonzeption durch private Anbieter unterstützt.

Alle zusammen oder jeder allein? Externe und interne Fortbildung

Innerhalb der Lehrerfortbildung wird zwischen schulexternen und schulinternen Formen unterschieden. Die klassische externe Form der Lehrerfortbildung findet außerhalb des Schulalltags statt. Sie zeichnet sich durch das Prinzip der Fächerorientierung aus und richtet sich an den einzelnen Lehrer.

Ergebnisse der Curriculumforschung ergaben, dass sich mit schulfernem Unterricht nicht die erhoffte Effektivität hinsichtlich der Unterrichtsentwicklung einstellte. Daraus resultiert die Forderung nach einer möglichst praxisorientierten und schulnahen Fortbildung. Diese so genannte schulinterne Lehrerfortbildung (SchiLf) ist durch die Zusammensetzung der Teilnehmer bestimmt: Sie richtet sich an eine Schule, an ein Lehrerkollegium - einschließlich des Schulleiters. Im Mittelpunkt steht nicht der Einzelne, sondern das gesamte Kollegium. Schwerpunkte dieser SchiLfs sind die Entwicklungswünsche einer ganzen Schule oder auch das Lösen eines schulischen Problems. Durch diesen von vornherein kooperativ und kollektiv angelegten Lernprozess findet ein besserer Transfer des Gelernten in den Unterricht und auch in andere Bereiche des Arbeitslebens statt.

Qualifizierungspunkte und Kosten

Die Bewertung von Fortbildungsaktivitäten wird derzeit von den Ländern geprüft und verschiedentlich umgesetzt. So vergibt das Land Hessen als erstes Bundesland bereits Qualifizierungspunkte, die je nach Inhalt, Umfang und Dauer der Fortbildungsaktivität verteilt werden. Wünschen Lehrer eine Fortbildung mit dem gesamten Kollegium, kann ein Antrag beim Schulleiter gestellt werden. Bei Bewilligung werden schulinterne Fortbildungen aus den Schulbudgets finanziert. Externe Fortbildungen werden in der Regel von den Lehrkräften selbst bezahlt.

Ob interne oder externe Weiterbildungen: Die Cornelsen Akademie bietet seit 1999 jährlich über 150 Fort- und Weiterbildungsangebote in den Bereichen der Methoden-, Sozial-, Selbst-, Medien- und Fachkompetenz. Darüber hinaus entwickelte sie mit Prime Time die europaweit erste mulimediale Sprachqualifizierung für Lehrkräfte. Ferner bietet sie eine Qualifizierungmaßnahme für zukünftige Schulleitungen an. Betreut werden die Teilnehmer von rund 50 DozentInnen aus den Bereichen Pädagogik, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik. Mehr Informationen zu Inhalt, Angebot und Organisation von Fortbildungen bei der Cornelsen Akademie unter www.cornelsen-akademie.de, oder 030/ 897 85 297.

Ansprechpartner

Cornelsen Verlag GmbH
Irina Groh
Leiterin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Mecklenburgische Str. 53
14197 Berlin
Telefon: +49 30 897 85-563
Fax: +49 30 897 85-97-563
E-Mail: Irina.Groh@cornelsen.de
Web: www.cornelsen.de/presse


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