DIHK-Umfrage zeigt: Immer mehr Firmen kooperieren mit Schulen

Erstmals in diesem Jahr verzeichnet der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) einen leichten Zuwachs bei den Lehrstellen: Bis Ende Mai registrierten die Industrie- und Handelskammern (IHKs) 117.860 neue Ausbildungsverträge, 1.600 oder 1,4 Prozent mehr als im Vorjahr.

08.06.2005 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

Nach Einschätzung von DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun macht dieses Zwischenergebnis "Mut, dass wir das Paktziel auch 2005 trotz angespannter konjunktureller Lage und schlechter Stimmung erreichen können".

In Westdeutschland beträgt der Zuwachs 0,8 Prozent, nach minus 0,4 Prozent im Vormonat. In Ostdeutschland liegen die Vertragszahlen weiter oberhalb des Vorjahresniveaus (plus 5,7 Prozent).

Insgesamt konnten in den ersten fünf Monaten des Jahres 9.000 Betriebe neu für die Berufsausbildung gewonnen werden. Bis Ende Mai wurden von den IHKs rund 13.000 neue Ausbildungsplätze im Sinne des Ausbildungspaktes eingeworben.

Damit liegen die Industrie- und Handelskammern hinsichtlich der Pakterfüllung voll im Plan. Braun kündigt an: "Wir werden unsere Strategie, gezielt auch Betriebe anzusprechen, die bisher noch nicht ausgebildet haben, fortsetzen, um das Ergebnis weiter zu stabilisieren."

Einer DIHK-Umfrage unter rund 7.500 Unternehmen zufolge kooperieren bereits mehr als die Hälfte der Firmen mit Schulen - vor allem durch die Bereitstellung von Schülerpraktika. "Hier müssen wir noch stärker ansetzen - nicht zuletzt, um gegenseitige Vorbehalte abzubauen", mahnt der DIHK-Präsident.

Die Erhebung zeigt auch, dass noch 49 Prozent der Unternehmen in der mangelnden Ausbildungsreife ein zentrales Ausbildungshemmnis sehen. Sie bemängeln insbesondere das mündliche und schriftliche Ausdrucksvermögen (66 Prozent), gefolgt von den elementaren Rechenfertigkeiten (56 Prozent).

Die Ergebnisse der Online-Unternehmensbefragung "Ausbildung 2005" finden Sie hier zum Download:


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