DIHK und Handwerk: Aufwärtstrend bei Ausbildungsverträgen hält an

Die Unternehmen verstärken in diesem Jahr ihre Ausbildungsanstrengungen. Das zeichnet sich - bei aller zu diesem frühen Zeitpunkt gebotenen Vorsicht - angesichts der bereits jetzt abgeschlossenen Ausbildungsverträge ab, so der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH).

09.05.2007 Pressemeldung DIHK - Deutscher Industrie- und Handelskammertag

100.529 Lehrverträge haben die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in diesem Jahr bis Ende April eingetragen. Das bedeutet einen Zuwachs von rund 10 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt. Dieser basiert allerdings zu rund einem Viertel auf einem neuen Migrantenförderprogramm. Die Zuwächse werden sich deshalb im Jahresverlauf vermutlich auf einem etwas niedrigeren Niveau einpendeln.

Die Handwerkskammern melden zum 30. April 25.793 abgeschlossene Verträge, das sind rund 13 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. In absoluten Zahlen bedeutet das ein Plus von etwa 3000 Verträgen. Die Handwerkskammern weisen allerdings darauf hin, dass viele Handwerksbetriebe die Verträge früher als in den Vorjahren abschließen, um so frühzeitig gute Schüler für die Ausbildung an den Betrieb zu binden.

DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun: "Insgesamt setzt sich der positive Trend des Vorjahres fort. Wir werden die guten Zuwachsraten von 2006 (5,5 Prozent) in diesem Jahr noch übertreffen können - vorausgesetzt, die Unternehmen finden genügend geeignete Bewerber." ZDH-Präsident Otto Kentzler: "Die bessere Konjunktur schlägt auf den Ausbildungsmarkt durch. Ein gutes Schulzeugnis ist jedoch gerade in den boomenden anspruchsvollen technischen Berufen die Voraussetzung für die Lehrstelle."

Was die Vereinbarungen im Ausbildungspakt betrifft, so haben die IHKs in den ersten vier Monaten dieses Jahres 8.300 Betriebe neu für die Ausbildung gewinnen können - im Vorjahreszeitraum waren es 7.200. Bis Ende April wurden rund 10.900 neue Ausbildungsplätze im Sinne des Paktes eingeworben - im April 2006 lag die Zahl bei 9.900.


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