Dreyer und Zöllner: FIF-Projekt fördert Integration
Erfolgreiche Integration ist Ziel des von den Ministerien für Wissenschaft und Arbeit geförderten Projektes "Förderung von Integration durch Fortbildung Lehrender (FIF)". FIF richte sich an Multiplikatorinnen und Multiplikatoren sowie Lehrkräfte im Integrationsbereich und alle Interessierte, die sich zum Thema Integration fortbilden beziehungsweise ihre Kenntnisse auffrischen möchten, so Professor Dr. E. Jürgen Zöllner, Minister für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, und Malu Dreyer, Ministerin für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit. Gefördert wird das Projekt mit rund 90.000 Euro aus Mitteln des Landes und des Europäischen Sozialfonds.
14.02.2005 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung, Forschung und Kultur, Rheinland-Pfalz (bis 11/06)In Rheinland-Pfalz leben knapp 300.000 Personen mit Migrationshintergrund aus rund 180 verschiedenen Nationen. "Ihnen allen eine gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, ist Aufgabe von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft", so der Wissenschaftsminister. Als zwei zentrale Bausteine für eine erfolgreiche Integration zählten der Erwerb der deutschen Sprache sowie die Aufnahme einer Arbeit. Wer die deutsche Sprache beherrsche, sei seltener von Arbeitslosigkeit betroffen und könne sich schneller in der Gesellschaft zurechtfinden, stellte Ministerin Malu Dreyer fest. Integration umfasse neben den beruflichen auch viele soziale und gesellschaftliche Aspekte. Daher sei es unerlässlich, dass die Lehrkräfte und Multiplikatorinnen und Multiplikatoren mit professioneller Fortbildung in ihrer Integrationsarbeit unterstützt werden.
FIF will genau das gewährleisten. Ehren-, neben- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen in der allgemeinen und beruflichen Weiterbildung und alle Interessierte, die in ihrem Beruf beispielsweise in Schulen und Behörden mit dem Thema Integration befasst sind, haben deshalb durch das Projekt die Möglichkeit, sich in ein- oder zweitägigen Seminaren weiterzubilden. In der Fortbildungsreihe geht es unter anderem um ganzheitliche Lehr- und Lernformen, um biografisches Lernen im interkulturellen Kontext oder auch um das Thema Beratung und Konfliktlösungshilfen. Ein Modul des Fortbildungskonzepts behandelt beispielsweise das Thema "Lese- und Schreibförderung", ein anderes "Berufsvorbereitung für Zugewanderte". Das FIF-Projekt soll zu einer langfristigen Verbesserung der Weiterbildungsangebote für diese Personengruppe führen. "Wir wollen mit dem Projekt die berufliche und soziale Integration von Arbeitskräften ausländischer Herkunft verbessern", so Dreyer und Zöllner.
FIF ist ein Projekt in gemeinsamer Trägerschaft der Katholischen Erwachsenenbildung Rheinland-Pfalz, der Evangelischen Landesarbeitsgemeinschaft für Erwachsenenbildung und des Verbandes der Volkshochschulen von Rheinland-Pfalz. Es kooperiert mit dem Diakonischen Werk Speyer, dem Institut für Interkulturelle Bildung an der Universität Koblenz-Landau und der Landesarbeitsgemeinschaft der Caritasverbände in Rheinland-Pfalz, die seine Durchführung unterstützen. Das Engagement für erfolgreiche Integration hat bei den nach rheinland-pfälzischem Weiterbildungsgesetz anerkannten Landesorganisationen und dem Verband eine lange Tradition. "Wir sehen es als eine unserer wichtigen Aufgaben an, uns für eine gelingende Integration stark zu machen und einzusetzen. Wir möchten mit unserem Angebot möglichst viele Menschen erreichen. Deswegen sprechen wir mit unseren Themen nicht nur Träger der Weiterbildung an, sondern darüber hinaus alle, die in irgendeiner Form mit Integration befasst sind", unterstrichen die Vertreterinnen und Vertreter der Verbände.
Zöllner betonte die immense Bedeutung der Lehrenden und aller Multiplikatorinnen und Multiplikatoren beim Integrationsprozess: "Diejenigen, die mit Zugewanderten arbeiten, helfen bei der sprachlichen und beruflichen Integration und sind darüber hinaus erste und damit zentrale Ansprechpartner für viele außerunterrichtliche Probleme und Fragestellungen. Sie leisten Unterstützung und Beratung und vermitteln gesamtgesellschaftliches Wissen und Kompetenzen. Diese möchten wir im Rahmen des Projektes stärken."
Weitere Informationen zu dem Projekt gibt es bei:
Projekt FIF
c/o KEB Rheinland-Pfalz
Welschnonnengasse 2- 4
55116 Mainz
Telefon: 06131-22 57 18
Fax: 06131-23 67 92
E-Mail: oder
Internet: www.fif-rlp.de/
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