Erhöhung der Aufstiegsförderung positives Signal
Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP) begrüßt die Pläne des Bundesbildungsministeriums, im Rahmen der Qualifizierungsinitiative das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) noch in diesem Jahr zu erweitern und die Finanzierung zu erhöhen: "Der finanzielle Ausbau und die Erweiterung des so genannten Meister-Bafögs sind positive Signale in der Debatte um die Verbesserung der Bildungschancen junger Menschen", kommentiert VDP-Bundesgeschäftsführer Christian Lucas das Vorhaben des Ministeriums. "Gerade Schulabbrechern oder Jugendlichen ohne Berufsabschluss bietet die Einbeziehung in diese Aus-bildungsförderung eine gute Chance für den Einstieg in Ausbildung und Beruf." Das AFBG unterstütze bislang junge Menschen nur bei ihrer beruflichen Aufstiegsfortbildung. Mit der Erweiterung dieser Ausbildungsförderung erfülle das Bildungsministerium nun eine essentielle Forderung des VDP: So macht sich der Verband, der neben allgemein bildenden und berufsbildenden Privatschulen auch rund 1.000 private Weiterbildungseinrichtungen vertritt, seit Jahren für eine bessere Finanzierung und eine Ausweitung der beruflichen Aufstiegsfortbildung stark.
18.01.2008 Pressemeldung Verband Deutscher Privatschulverbände (VDP) e.V.Allerdings sieht der VDP die Initiative des Ministeriums nur als einen weiteren Schritt in die richtige Richtung und spricht sich für eine generelle Finanzierung der beruflichen Weiterbildung auch in Form einer Anpassungsfortbildung aus: "Gerade im Hinblick auf die Zielgruppen geht uns das Vorhaben noch nicht weit genug", fasst Lucas die Argumente des Verbands zusammen. "Es müssen endlich alle Menschen angesprochen werden, die sich im Beruf weiterbilden möchten." Neben der Erhöhung des Meister-Bafögs sei es daher wichtig, auch die Anpassungsfortbildung einzubeziehen. Denn nur durch eine gut geförderte berufliche Weiterbildung lasse sich die Beschäftigungsfähigkeit der Menschen auf Dauer erhalten. Und auch die individuelle Bereit-schaft zur regelmäßigen Weiterbildung könne durch eine solche Förderung enorm gesteigert werden. "Entscheidend in der Diskussion um lebenslanges Lernen ist es, dass Weiterbildung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr- und ernstgenommen wird", so Lucas. Eine einheitliche Regelung könne dazu beitragen, bislang unterschiedliche Förderungsansätze auf Landes- und Bundesebene zusammenzufassen und in Form eines Erwachsenenbildungsgesetzes zu bündeln.
Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fachhochschulen und Hochschulen). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.
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