Fachtagung zur Erinnerungsarbeit: Neue Wege im Geschichts- und Politikunterricht

Wie sollte im schulischen Unterricht die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Opfer des Krieges aussehen? Vor welchen Veränderungen steht die Erinnerungsarbeit im Geschichts- und Politikunterricht, wenn die Zeitzeugen nicht mehr zur Verfügung stehen? Welche Bedeutung hat die deutsche Vergangenheit für Jugendliche mit Migrationshintergrund? Diesen Fragen widmet sich die morgige Fachtagung "Die Zukunft der Vergangenheit – Geschichts- und Politikunterricht vor neuen Herausforderungen" des Niedersächsischen Kultusministeriums. Dabei werden in Hannover Vertreter von Gedenk- und Kriegsgräberstätten gemeinsam mit Wissenschaftlern und Lehrkräften neue Wege der Vermittlung dieser Themen im Unterricht diskutieren.

04.09.2008 Niedersachsen Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

"Wir brauchen neue Ansätze, wie wir junge Menschen über die Verbrechen des Nationalsozialismus und die Schrecken des Krieges aufklären können. Dies ist von herausragender Bedeutung für unser Selbstverständnis als Deutsche und für die Entwicklung unserer Demokratie", sagte die Niedersächsische Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann im Vorfeld der Veranstaltung.

Zu der Fachtagung im Haus der Region in Hannover haben sich rund 170 Lehrkräfte für den Geschichts- und Politikunterricht angemeldet. Den Hauptvortrag wird Dr. Andreas Kraft von der Universität Konstanz halten. Er wird sich der Frage widmen, wie eine Erinnerungskultur in Deutschland im 21. Jahrhundert aussehen kann. Die didaktischen Herausforderungen werden Prof. Dr. Dirk Lange (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) und Dr. Peter Carrier (Georg-Eckert-Institut für internationale Schulbuchforschung Braunschweig) beschreiben. Außerdem werden Beispiele aus der Erinnerungsarbeit präsentiert. Mitveranstalter der Tagung sind die Landesverbände des Volksbunds Deutsche Kriegsgräberfürsorge, des Verbandes der Geschichtslehrer Deutschlands, der Deutschen Vereinigung Politische Bildung sowie die Stiftung niedersächsische Gedenkstätten und das Niedersächsische Landesamt für Lehrerbildung und Schulentwicklung (NiLS).


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