Fair Play

In Österreich gibt es zahlreiche Aktionen, die einen respektvollen Umgang miteinander an den Schulen sichern. Zum einen werden Schülerinnen und Schüler zu Peer-Mediatorinnen und -Mediatoren ausgebildet, um bei Konflikten zwischen Gleichaltrigen vermitteln zu können. 2.800 Schüler- und Bildungsberater sind österreichweit als Ansprechpartner für die jungen Menschen im Einsatz. Andererseits stehen für Probleme Beratungs- und Betreuungslehrer zur Verfügung, die eine spezielle Ausbildung in Psychologie und Verhaltenspädagogik erhalten haben.

09.06.2006 Artikel
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Unter dem Schlagwort „Gewaltprävention in der Schule“ laufen an Österreichs Schulen aber noch viele andere Projekte, wie zum Beispiel Anti-Mobbing-Workshops für Klassensprecher oder Angebote zur Selbstreflexion. Schulinterne Lehrerfortbildungsseminare zum Thema Gewaltvermeidung helfen dem Lehrpersonal, auf die Probleme der Schülerinnen und Schüler noch besser eingehen zu können.

Das Ziel dieser Initiativen liegt darin, dass in Österreich früh angefangen wird, sich mit dem Zusammenleben der verschiedenen Kulturen aktiv auseinander zu setzen. Es ist entscheidend, dass wir zum Beispiel für die bessere Integration von Kindern mit nichtdeutscher Muttersprache bereits im Kindergarten und in der Volksschule Sprachkurse anbieten. Dadurch ist dafür gesorgt, dass alle Kinder die Unterrichtssprache Deutsch verstehen und sich rascher in die Klassengemeinschaft integrieren können. Ein weiterer wichtiger Eckpfeiler des „Modell Österreich“ ist die Unterstützung der gesetzlich anerkannten Religionsgemeinschaften in ihrem Bildungsauftrag durch den Staat. Das bedeutet, dass der Religionsunterricht der anerkannten religiösen Bekenntnisse durch den Staat finanziert wird.

An den Schulen wird generell großer Wert auf ein positives Klima im Umgang untereinander gelegt. Diese Bemühungen der Schulpartner zahlen sich aus, wie internationale Studien zeigen. In der Untersuchung „Young People’s Health in Context“ der Weltgesundheitsorganisation WHO liegt Österreich an der hervorragenden dritten Stelle von 25 teilnehmenden Staaten beim Wohlbefinden der Schülerinnen und Schüler.

Meiner Meinung nach geht guter Unterricht über die Vermittlung von Wissen hinaus und umfasst eine gesamthafte Persönlichkeitsbildung. An Österreichs Schulen stehen hier vor allem die Entwicklung von persönlichen Fähigkeiten wie Team- und Kommunikationsfähigkeit im Mittelpunkt. Und genau diese Stärken und Kenntnisse sind heute im Beruf besonders wichtig und werden von den Personalchefs hoch eingestuft. Die österreichischen Schulen nehmen damit auch ihren Auftrag, die Jugendlichen auf die Arbeitswelt vorzubereiten, bestmöglich wahr.

Elisabeth Gehrer, Bundesministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Wien

Klick! www.faireschule.at

Diesen und weitere Artikel zu den Themen Schule und Weiterbildung finden Sie bei unserem Kooperationspartner blank" class="extern">bildungaktuell.at, blank" class="extern">Ausgabe 05/2006.


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