Förderung sozialer Kompetenzen in der Aus- und Weiterbildung - Innovative betriebliche Modelle gesucht

"Grüßen statt Mathe" - so lautete unlängst eine Schlagzeile in der "Süddeutschen Zeitung". Betriebe, so der Tenor des Artikels, achteten bei der Auswahl ihrer Bewerberinnen und Bewerber verstärkt auf Aussagen und Noten zum Arbeits- und Sozialverhalten in den Zeugnissen. Die Bedeutung der "Soft Skills" in der beruflichen Bildung wächst.

12.05.2015 Pressemeldung Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)

Begriffe wie Kommunikations-, Kooperations- und Teamfähigkeit fehlen in fast keiner Stellenausschreibung mehr. Über die Fachkompetenz hinaus ist soziale Kompetenz ein entscheidender Faktor für den beruflichen Erfolg. Laut dem Deutschen Qualifikationsrahmen (DQR) ergeben soziale Kompetenz und Selbstkompetenz in Ergänzung die personalen Kompetenzen eines Individuums.

Gerade in Nichtroutine-Situationen wird das "zwischenmenschliche Können" in der betrieblichen Praxis immer bedeutender. Hier zeigt sich, ob Teams wirklich funktionieren und wie sie gemeinsam auftretende Probleme lösen beziehungsweise Unvorhergesehenes regeln. Es stellt sich daher die Frage, was Betriebe selbst dafür tun, um die sozialen Kompetenzen ihrer Auszubildenden und Beschäftigten zu fördern?

Das Thema des diesjährigen Wettbewerbs um den "Hermann-Schmidt-Preis" lautet deshalb "Innovative Modelle zur Förderung sozialer Kompetenzen in der Praxis der betrieblichen Aus- und Weiterbildung". Bewerbungsfrist ist der 3. Juli 2015. Mit dem Preis des Vereins "Innovative Berufsbildung e. V." sollen gezielt Projekte und Initiativen prämiert werden, die innovative, beispielhafte und bewährte Modelle zur Förderung sozialer Kompetenzen in der betrieblichen Aus- und Weiterbildung entwickelt haben. Der Verein wird getragen vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv).

Antragsberechtigt sind Betriebe oder Verbünde von Betrieben, die soziale Kompetenzen in der Praxis der beruflichen Bildung - zum Beispiel auch in Kooperation mit anderen Bildungseinrichtungen - innovativ fördern.

Der Hermann-Schmidt-Preis 2015 wird durch eine unabhängige Fachjury vergeben. Er ist mit einem Preisgeld in Höhe von 3.000 Euro dotiert. Darüber hinaus kann die Jury bis zu drei weitere Wettbewerbsbeiträge mit einem Sonderpreis auszeichnen, der jeweils mit 1.000 Euro dotiert ist. Einer dieser Sonderpreise wird wie in den vergangenen Jahren vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ausgelobt.

Die Preisverleihung findet anlässlich einer Konferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) am 2. November in Berlin statt.

Der Verein "Innovative Berufsbildung e. V." lädt hiermit zur Teilnahme am Wettbewerb ein.

Die Bewerbungsunterlagen können angefordert werden bei:

Geschäftsstelle "Innovative Berufsbildung e. V."
c/o Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Leitungsbüro
Robert-Schuman-Platz 3
53175 Bonn
Telefon: 0228 / 107-2833
Fax: 0228 / 107-2981
E-Mail: Internet: www.bibb.de/hermannschmidtpreis

Zum Hintergrund:

Ziel des 1996 vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), Bonn, und dem W. Bertelsmann Verlag (wbv), Bielefeld, gegründeten gemeinnützigen Vereins "Innovative Berufsbildung e.V." ist es, innovative Entwicklungen in der Berufsbildungspraxis zu initiieren, zu fördern und öffentlich bekannt zu machen. Mit dem jährlich vom Verein verliehenen Hermann-Schmidt-Preis werden besondere Leistungen in ausgewählten Bereichen der beruflichen Bildung ausgezeichnet. Namensgeber des Wettbewerbs ist Prof. Dr. Hermann Schmidt, der von 1977 bis 1997 Präsident des BIBB war.


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